Stolz auf Entwicklung
Noch im Laufe der vergangenen Rückrunde gehörte der 1. FC Nürnberg phasenweise zum erweiterten Kreis potenzieller Abstiegskandidaten aus der 2. Bundesliga. Einige Monate später grüßt der FCN von einem direkten Aufstiegsplatz. „Wenn du uns vorher gesagt hättest, dass wir mit 16 Punkten da stehen, wo wir stehen, hätten wir das sofort unterschrieben“, ist Clubkapitän Jan Reichert entsprechend glücklich, wie er bei ClubTV verrät.
„Man kann schon stolz darauf sein, wie wir uns entwickelt haben“, hebt er die Nürnberger Entwicklung hervor – und bleibt gleichzeitig am Boden: „Wir tun aber auch gut daran, das weiterzuführen, weiter hart zu arbeiten, weil weiterhin auch schwierige Spiele kommen werden.“
Gut eingespielt
In der Vorsaison verlief der FCN-Saisonstart bekanntermaßen konträr zu dieser Saison. „Ich denke, dass ein Großteil damit zusammenhängt, dass der Kader frühzeitig beisammen war beziehungsweise zusammen geblieben ist und punktuell verstärkt wurde“, sieht der Torwart die Kaderplanung als wichtigen Unterschied an.
Dadurch kennen sich die Spieler auch untereinander besser und wissen um die jeweiligen Abläufe: „Man merkt, denke ich, dass wir richtig gut eingespielt sind, dass wir einen klaren Plan verfolgen und uns aber auch dem Gegner anpassen können.“
Spirit als A und O
Als „sehr, sehr positiv“ beschreibt der 25-Jährige den Teamgeist der Franken – und spricht von einem „richtig, richtig guten Spirit“, der sich auch in den Spielen zeigt: „Es kämpft jeder für den anderen und feiert den anderen ab, wenn er eine gute Aktion hat. Das macht den Teamsport aus und das leben wir.“
Dass es in der Mannschaft so gut harmoniert, ist für den gebürtigen Schweinfurter „das A und O“: „Deswegen würde ich sagen, dass der Teamspirit einfach dieser ausschlaggebende Punkt ist.“
Euphorie
Natürlich hat der Nürnberger Spielführer längst den entstandenen Hype rund um den FCN mitbekommen: „Ich denke, wenn du sechs Spiele ungeschlagen bist und auf dem zweiten Platz stehst, löst das hier natürlich schon eine gewisse Euphorie aus. Und das freut uns auch sehr.“
Reichert unterhielt sich beispielsweise mit einem Clubfan in Kiel, als der FCN 2:2 bei den Störchen spielte – und bezeichnet es im positiven Sinne als „verrückt“ und „Wahnsinn“, dass einige Anhänger teilweise über 24 Stunden unterwegs waren, um den Club zu sehen. „Aber das gibt unserer Mannschaft extrem viel und dafür sind wir sehr dankbar“, sind die Fans des 1. FC Nürnberg ebenfalls ein Grund, warum es derzeit so gut läuft.


