Bitterer Ausfall
Da die Nummer 22 des 1. FC Nürnberg bereits seit einigen Wochen an Knieproblemen litt, nutzt Finn Ole Becker die Länderspielpause, um sich einer Operation am Innenmeniskus zu unterziehen. Wie lange der Linksfuß dadurch fehlen wird, ist dem FCN zufolge noch nicht bekannt: „Die mögliche Ausfallzeit kann dabei noch nicht genau beziffert werden.“
Beim Club wird man zweifelsfrei darauf hoffen, dass Becker nicht viele Partien verpassen wird. Der 26-Jährige trug maßgeblich zum starken Saisonstart der Franken bei. Vor allem seine Qualität, Pässe zwischen den Linien zu empfangen und von dort aus das Spiel zu beschleunigen, initiierte bereits das ein oder andere Nürnberger Saisontor.
Mehrere Kandidaten?
Sollte der ehemalige Hoffenheimer dadurch gegen den VfL Wolfsburg ausfallen, stünden FCN-Trainer Miroslav Klose gleich mehrere Kandidaten bereit. Die zuletzt immer in der Offensive eingewechselten Rayan Ghrieb, Rafael Lubach und William Bøving wären allesamt eine Möglichkeit.
Gute Eindrücke
Den besten Eindruck hinterließ bei seinen Jokereinsätzen bis hierhin Bøving. Zwar gelang ihm noch kein Scorerpunkt – dennoch konnte er bei seinen drei Einwechslungen andeuten, warum ihn der Club und ein Jahr zuvor der FSV Mainz 05 verpflichteten. Bislang lief der 23-Jährige in Nürnberg bereits auf mehreren Positionen in der offensiven Dreierreihe auf.
Gerade die des Zehners dürfte seinem Profil aber durchaus entgegenkommen. Ähnlich wie Becker versteht es der Däne, sich gut und geschickt in den Halb- und Zwischenräumen zu bewegen. Einen guten ersten Kontakt sowie eine hohe Agilität vereinen beide ebenfalls, wenngleich sie ansonsten sicherlich auch einige Unterschiede hinsichtlich ihrer Spielweise mitbringen.
Einsatzzeit
Auch abgesehen davon dürfte Bøving den Anspruch haben, schon bald in der Nürnberger Startelf zu stehen. „Ich glaube, dass ich das Niveau hatte, um zu spielen. Ich habe im Training gute Leistungen gezeigt und alles getan, was ich konnte“, sagt er via fcn.de über die Vorsaison, als er in Mainz kaum zum Einsatz kam.
Entsprechend ist davon auszugehen, dass sowohl der Bundesligist als auch der Spieler den klaren Anspruch haben, dass Bøving Startelfeinsätze erhält. „Der wichtigste Punkt für mich ist, wieder Spielminuten zu bekommen“, macht er keinen Hehl daraus. Gut möglich, dass dies nach der Länderspielpause gegen Wolfsburg erstmals der Fall sein wird – zumal er nun in der Pause auch die Gelegenheit hat, noch besser die Nürnberger Abläufe kennenzulernen. Dann sollen im Idealfall auch bald die ersten Tore und Vorlagen des flexiblen Rechtsfußes folgen: „Das ist mein Job als Offensivspieler.“


