Zoma-Sensation wohl perfekt: Mancini holt FCN-Torjäger in Italien-Kader

Der Angreifer des 1. FC Nürnberg wird erstmals für die italienische Nationalmannschaft berufen.

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Chatzialexiou-Hoffnung wird schnell Realität

20 Millionen Euro soll der 1. FC Nürnberg im Sommer für Mohamed Ali Zoma ausgeschlagen haben. Eine Entscheidung, die Joti Chatzialexiou kurz nach dem Deadline-Day auch mit einer möglichen Zukunft des Angreifers in der italienischen Nationalmannschaft begründete: „Wir können nicht in die Glaskugel schauen, aber wenn Momo die Entwicklung nimmt, die wir uns erhoffen, dann hat er in einem Jahr mindestens dasselbe Preisschild, wenn nicht sogar noch ein höheres. Zum Beispiel wenn er eventuell für die italienische Nationalmannschaft spielt.“

Nur wenige Wochen später ist zumindest der letzte Teil dieser Rechnung wohl bereits aufgegangen. Denn Zoma wird von Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini erstmals für die Squadra Azzurra berufen. Das berichtet Sky Italia. Damit gehört der 22-jährige Angreifer des 1. FC Nürnberg zum italienischen Aufgebot für die anstehenden Nations-League-Partien gegen Belgien, zweimal die Türkei und Frankreich. Noch nie zuvor hat es ein Spieler der 2. Bundesliga in die italienische Nationalmannschaft geschafft.

Eine Entwicklung, die vor etwas mehr als einem Jahr wohl nur die wenigsten vorhergesehen hätten. Schließlich wechselte Zoma erst im Sommer 2025 vom italienischen Drittligisten UC AlbinoLeffe nach Nürnberg. Rund 1,5 Millionen Euro ließ sich der Club die Dienste des damals 21-Jährigen kosten. Nur etwas mehr als ein Jahr später darf sich der gebürtige Italiener nun Nationalspieler nennen.

Mancini beobachtete FCN-Torjäger

Völlig überraschend kommt die erstmalige Berufung allerdings nicht mehr. Bereits Ende August hatte Zoma nach dem 4:1-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld öffentlich gemacht, mit Mancini in Kontakt zu stehen. „Er hat gesagt, er beobachtet mich. Ich soll so weitermachen und dann werden wir sehen, ob er mich nominiert“, erklärte der FCN-Profi damals bei Sky.

Genau das tat Zoma – und betrieb mit seinen Leistungen weiterhin beste Eigenwerbung. Nach seinem Dreierpack zum Saisonauftakt gegen Dynamo Dresden und einem weiteren Treffer gegen Bielefeld erzielte der Rechtsfuß zuletzt auch beim 2:1-Heimsieg gegen Hannover 96 das entscheidende Tor. Nach fünf Spieltagen steht Zoma damit bereits bei fünf Saisontreffern und ist erneut bester Torschütze des Clubs.

Schon in der Vorsaison hatte sich der Italiener mit 14 Toren und fünf Vorlagen in 29 Zweitligapartien zu einem der auffälligsten Offensivspieler der Liga entwickelt.

Zoma bleibt dem FCN erhalten

Umso mehr dürfte man sich beim 1. FC Nürnberg darüber freuen, im Sommer trotz zahlreicher Interessenten am Unterschiedsspieler festgehalten zu haben. Zoma selbst sprach von einer schwierigen Situation rund um das Ende der Transferperiode, betonte anschließend aber auch, sich in Nürnberg weiterhin wohlzufühlen.

Seine Antwort gibt der 22-Jährige seitdem auf dem Platz. Mit fünf Treffern hat Zoma entscheidenden Anteil am historischen Saisonstart des FCN – und wird dafür nun auch auf internationaler Ebene belohnt. Ein Debüt für die Squadra Azzurra würde die ohnehin schon rasante Entwicklung endgültig krönen.