Letzte Niederlage vor erster Entlassung: FCN-Trainer Klose trifft Senft wieder

Das bislang einzige Duell der beiden Trainer des 1. FC Nürnberg und des Karlsruher SC hatte für Miroslav Klose unangenehme Folgen.

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Foto: DO IT NOW Media

Klose in bester Phase mit FCN

Ganze zehn Zweitligaspiele ist Miroslav Klose mit dem 1. FC Nürnberg inzwischen unbesiegt. Mit 13 Punkten aus den ersten fünf Spielen dieser Saison legte der Club einen historischen Start hin, den man nun mit dem Auswärtsspiel beim Karlsruher SC am sechsten Spieltag weiter ausbauen möchte.

Es ist die beste Phase seit Kloses Amtsantritt 2024 und gleichzeitig die erfolgreichste seiner nach wie vor jungen Trainerkarriere. Mit dem kommenden Duell gegen den KSC dürften allerdings Erinnerungen an eine deutlich schwierigere Zeit aufkommen.

Letzte Niederlage vor erster Trainerentlassung

Denn sein Gegenüber am Samstag im Karlsruher Wildpark ist der Österreicher Maximilian Senft, der im Sommer die Nachfolge von Christian Eichner übernahm. Für den 37-Jährigen und Klose ist es nicht das erste Aufeinandertreffen. Bereits im März 2023 standen sich die beiden Trainer in Österreich gegenüber: „Meine Erinnerung an das Spiel ist positiv, weil es mein erster Pflichtspielsieg war“, erinnert sich Senft.

Was für den einen der erste Sieg mit dem SV Ried war, bedeutete für den anderen die letzte Niederlage mit dem SCR Altach. Denn nur acht Tage nach dieser 1:2-Heimpleite, auf die noch ein weiteres Remis und damit das neunte Spiel in Folge ohne Sieg folgte, gaben die Vorarlberger die Entlassung des Weltmeisters von 2014 bekannt.

Senft mit „sehr wertschätzender und positiver Erinnerung“

Womöglich keine Zeit, auf die Klose gerne zurückblickt – umso positiver sind dagegen Senfts Erinnerungen an den heutigen FCN-Trainer: „Woran ich mich wirklich sehr gut erinnere: wie herzlich und bodenständig mich Miro Klose damals in Altach begrüßt hat. Wie wir kurz gesprochen haben und er wirklich einen sehr sympathischen Eindruck damals gemacht hat. Es war mein zweites Bundesligaspiel als Cheftrainer. Für ihn als WM-Held und Torschützenkönig etc. war ich eher unbekannt. Aber er hat mich das überhaupt nicht spüren lassen. Sondern im Gegenteil. Das war auf Augenhöhe von Trainer zu Trainer. Das habe ich als sehr wertschätzende und positive Erinnerung bei mir behalten.“

Wiedersehen unter anderen Vorzeichen

Dreieinhalb Jahre später kommt es nun zum Wiedersehen. „Miroslav hat alle Voraussetzungen, um auch als Trainer große Erfolge zu feiern“, sagte der damalige Sportdirektor Georg Festetics anlässlich der ersten und bislang einzigen Trainerentlassung des Weltmeisters von 2014.

Eine Einschätzung, die zumindest auf die aktuelle Phase Kloses zutrifft. Schließlich hat der 48-Jährige seit dem ersten Aufeinandertreffen mit Senft einiges dazugelernt und den 1. FC Nürnberg inzwischen in eine Situation geführt, in der sogar Vereinsgeschichte möglich ist.

Denn mit einem Auswärtssieg mit mindestens zwei Toren Vorsprung würde Klose mit dem Club nach sechs Spieltagen den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte in Bundesliga und 2. Bundesliga perfekt machen.