Startelf für Chaikhoun nach über einem Jahr
Über ein ganzes Jahr musste Ayoub Chaikhoun darauf warten. Nachdem sein bislang einziges Profi-Ligaspiel von Beginn an am 3. Spieltag der Vorsaison in der 2. Bundesliga bei der 1:2-Niederlage des 1. FC Nürnberg bei Preußen Münster erfolgte, stand der 20-jährige Mittelfeldspieler nun fast 13 Monate später für Wehen Wiesbaden in der 3. Liga wieder in der Startelf – was auch einem Ex-Nürnberger zu verdanken ist.
Denn zu Beginn der Woche entließen die Hessen Daniel Scherning. Frank Steinmetz, ehemals Co-Trainer beim FCN, übernahm interimistisch und setzte den Leihspieler aus dem Frankenland am Mittwochabend beim Auswärtsspiel bei Fortuna Köln in die erste Elf.
Platzverweis nach einer Stunde – Ex-FCN-Coach schützt ihn
Doch nach einer Stunde war der Arbeitstag Chaikhouns gezwungenermaßen wieder vorbei. Denn der Deutsch-Marokkaner musste ausgerechnet bei seinem Startelfdebüt aufgrund eines Platzverweises vom Feld. Für eine angebliche Schwalbe sah der Edeltechniker seine zweite Gelbe Karte und damit Gelb-Rot, nachdem er bereits kurz vor der Pause verwarnt worden war.
Eine äußerst zweifelhafte Entscheidung, wie auch Steinmetz feststellte und sich vor seinen Spieler stellte:
„Wer ihn kennt, weiß: Das ist ein guter Junge. Der wollte alles andere, als dort eine Schwalbe fabrizieren. Wenn man sich beide gelben Karten anschaut, wo er bei der ersten gelben Karten vorher gefoult wird, aber nicht fällt und dann weiterspielt und ein Foul begeht und dafür gelb bekommt. Dann ist das für mich in der Summe zu hart“, so der Interimstrainer.
Tatsächlich ist auf den Bildern kein eindeutiger Täuschungsversuch des Rechtsfußes auszumachen.
Wermutstropfen: erster Sieg
So bitter das Startelfdebüt für Chaikhoun auch endete – in einem 4-2-3-1 bekleidete er die Zehnerposition – dürfte immerhin das Ergebnis ein kleiner Wermutstropfen sein. Denn nach nur zwei Punkten aus fünf Spielen feierte Wehen Wiesbaden seinen ersten Dreier und konnte trotz der Unterzahl die bereits zur Halbzeit bestehende 2:0-Führung über die Zeit bringen. Ein gelungener Einstand für Frank Steinmetz als Interimstrainer.


