„Das garantiert dir zehn Punkte“ – Klose & Chatzialexiou sehen neue Qualität beim FCN

Beim 1. FC Nürnberg habe es in diesem Sommer einen Strategiewechsel gegeben.

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Foto: DO IT NOW Media

FCN kann viele Leistungsträger halten

In den vergangenen Jahren musste der 1. FC Nürnberg in jedem Sommer den Abgang zahlreicher Leistungsträger hinnehmen, um Einnahmen zu generieren. Auch in diesem Jahr verließen Stammspieler wie Luka Lochoshvili, Fabio Gruber oder Berkay Yilmaz den FCN Richtung Bundesliga.

Doch darüber hinaus konnte der Club so viele wichtige Spieler halten wie schon lange nicht mehr. Neben dem Verbleib von Kapitän Jan Reichert und Mittelfeldchef Adam Markhiyev sorgte vor allem die Entscheidung, Mohamed Ali Zoma nicht zu verkaufen, für viel Aufsehen. Schließlich hätten die Franken mit einem Verkauf des 22-jährigen Italieners wohl bis zu 20 Millionen Euro Ablöse generieren können.

Klose sieht Mechanismen: „Das macht Spaß“

Insofern kann Miroslav Klose in dieser Saison auf eine eingespielte Achse setzen. So stand beispielsweise beim jüngsten 4:1-Heimsieg über Arminia Bielefeld nur ein einziger Neuzugang in der Startelf. „Wir haben einen Weg eingeschlagen. Es ist nur von Vorteil, wenn wir zusammenbleiben“, ist der FCN-Trainer am Sky-Mikrofon froh, einen Großteil seiner Spieler über den Sommer hinaus gehalten haben zu können. „Dieses Eingespielte, diese Mechanismen, dieses Untereinander: ich sehe es täglich in der Kabine – das macht Spaß.“

„Das garantiert dir zehn Punkte“

Spaß macht seinen Spielern nach drei Siegen aus drei Ligaspielen mit 11:3 Toren derzeit vor allem der Fußballplatz. Dabei sieht Klose nicht nur sportlich, sondern auch zwischenmenschlich einen großen Vorteil darin, dass die Mannschaft größtenteils zusammenblieb: „Das garantiert dir zehn Punkte die Saison, wenn die Jungs sich so verstehen“, stellt er einen hervorragenden Teamgeist fest – und zwar über die Stammspieler hinaus: „Ich rede nicht von den ersten Elf, ich rede wirklich von allen.“

Strategiewechsel beim FCN

Auch Joti Chatzialexiou ist froh darüber, dass man in diesem Sommer einen Strategiewechsel vornehmen konnte – und sich diesen offenbar auch ganz konkret zum Ziel gesetzt hatte: „Wir wollten diesmal den Teamzusammenhalt gewähren. Wir wollten einfach den Sport mal in den Vordergrund stellen und nicht die wirtschaftlichen Themen.[..] Deswegen haben wir diesmal unsere Prioritäten gemeinsam – im Vorstand und im Aufsichtsrat – beschlossen, etwas anders zu legen“, sagt der Sportvorstand im Podcast „HvK & Tusche“.

Mix aus Qualität und Zusammenhalt?

Die Spiele in Fürth und Köln zeigten bereits, dass der 1. FC Nürnberg mit seiner eingeschworenen Truppe in dieser Saison offenbar dazu in der Lage ist, Widerstände zu überwinden und auch an vermeintlich nicht so guten Tagen Erfolge einzufahren. Noch entscheidender dürfte allerdings die Qualität dieser Mannschaft sein, die insbesondere im Mittelfeld und Angriff für die 2. Bundesliga überdurchschnittlich zu sein scheint.

Insofern scheint ein guter Mix aus Qualität und Zusammenhalt vorhanden zu sein. Eine gute Voraussetzung, um in dieser Spielzeit noch viele weitere Siege einzufahren.