Welchem FCN-Neuzugang Klose gerne „Minuten gegeben hätte“

Der Italiener war zuletzt erstmals im Kader des 1. FC Nürnberg – für sein Debüt reichte es aber noch nicht.

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Foto: DO IT NOW Media

Mit Rückstand

Anfang August gab der 1. FC Nürnberg die Verpflichtung von Andrea Ceresoli bekannt. Zuvor lief der FCN-Neuzugang für den italienischen Drittligisten Benevento Calcio auf, wohin er von Atalanta Bergamo verliehen war, und leistete dort einen wichtigen Beitrag zum Aufstieg in die Serie B.

Allerdings kam der 23-Jährige mit Trainingsrückstand zum Club, sodass er in den ersten Wochen sukzessive aufgebaut werden musste. „Mit Ball ist das Paket schon richtig gut. Aber es ging um Mannschaftssport, weil er den eine Zeit lang schon nicht ausgeübt hat. An die Intensität, die wir im Training fahren, muss er sich erst mal gewöhnen. Das Zweite war das Zusammenspiel mit den Spielern. Er muss die erst mal kennenlernen“, ordnete FCN-Trainer Miroslav Klose gegenüber der BILD rund drei Wochen nach Ceresolis Verpflichtung ein.

Fortschritte

Mittlerweile hat der Italiener aber entsprechende Fortschritte gemacht. Gegen Arminia Bielefeld schaffte er es erstmals in den Nürnberger Spieltagskader. „Ich hätte Andrea gerne Minuten gegeben“, hatte Klose sogar geplant, den Neuzugang einzuwechseln. Warum er es dann doch nicht tat, erklärt er unter anderem damit, dass einige Akteure angeschlagen waren und er deshalb mit den Aus- und Einwechslungen haushalten wollte.

„Ich habe mich dann mehr für einen offensiven Wechsel entschieden, weil wir ein bisschen mehr Entlastung gebraucht haben. Und in der Hoffnung, dass sie vielleicht sogar treffen und Selbstvertrauen tanken“, erklärt er. Durchaus verständlich – schließlich waren beispielsweise Sigurd Haugen oder Marko Soldic schon öfter Bestandteil des Kaders, kamen bis zum Spiel gegen die Arminia aber ebenfalls nicht zum Einsatz.

Näher dran

Vor allem nach dem guten Auftritt von Linksverteidiger Eric Porstner hat der Club keinen Zeitdruck, Ceresoli weiterhin heranzuführen. Klose will dem Italiener dennoch schon bald sein Debüt ermöglichen, knüpft dies aber an einige Bedingungen: „Das Ergebnis muss passen, das Spiel muss passen. Was brauchen wir gerade?“

Ceresoli dürfte damit auch für das kommende Spiel in Kiel ein Kandidat für den Kader sein. Ob es dort erstmals für einen Einsatz reicht, dürfte allerdings maßgeblich vom Spielverlauf abhängen.