FCN: Chatzialexiou nach Zoma-Verbleib: „Frage der Zeit, bis wir ihn verkaufen“

Der 1. FC Nürnberg erlaubte sich den Luxus, reizvolle Angebote abzulehnen – und hofft auf eine weitere Marktwertsteigerung.

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Foto: DO IT NOW Media

FCN erlaubt sich „Luxus“

Trotz „sehr guter Angebote“, wie Joti Chatzialexiou in einem Mediengespräch am Mittwoch verriet, habe man sich beim 1. FC Nürnberg dazu entschieden, Mohamed Ali Zoma in diesem Sommer nicht zu verkaufen. Laut Transferexperte Matteo Moretto soll Premier-League-Absteiger West Ham United sogar eine Ablöse von 20 Millionen Euro für den 22-jährigen Torjäger geboten haben. „Dass wir uns Zoma in diesem Jahr tatsächlich leisten können, ist Luxus. Dessen sind wir uns bewusst“, erklärt der Sportvorstand zu dieser Entscheidung, „bei der alle im Verein dahinterstanden“ – inklusive Vorstandschaft und Aufsichtsrat.

Innenverteidigerverkäufe als wirtschaftliche Absicherung

Dabei sei es schon zu Beginn des Transferfensters das Ziel gewesen, Zoma zu halten. Entscheidend sei dabei auch der Verkauf der beiden in der Vorsaison so starken Innenverteidiger Luka Lochoshvili und Fabio Gruber Richtung Bundesliga gewesen – laut Transfermarkt.de für kumulierte 8,4 Millionen Euro. Eine Summe, die dem Club neue Möglichkeiten eröffnete: „Wir wussten, dass wir zwei gute Innenverteidiger haben, die einen hohen Marktwert haben, so dass wir wirtschaftlich abgesichert waren“, so Chatzialexiou.

Zoma-Entscheidung vor Bielefeld mitgeteilt

Die endgültige Entscheidung über Zomas Verbleib wurde dann offenbar in der Woche vor dem jüngsten 4:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld getroffen – zumindest wurde der Spieler zu diesem Zeitpunkt darüber informiert. „Ich kann nachvollziehen, dass der Junge mit den Preisschildern, die es gab und dem entsprechenden Salär, dann mit dem Nachdenken beginnt und sich Gedanken darüber macht“, sagt Chatzialexiou, der seinem Juwel die „Vorzüge der Mannschaft und auch des Umfelds“ genannt habe: „Die Leute lieben ihn hier. Ich habe ihm auch gesagt: „Du spielst jetzt 2. Bundesliga und trotzdem hat dich der italienische Verband auf dem Schirm.“

Hoffnung auf weitere Marktwertsteigerung

Apropos Nationalmannschaft: Eine Nominierung, die sich nach Gesprächen zwischen Zoma und Italiens Trainer Roberto Mancini abzeichnet, könnte auch dem 1. FC Nürnberg zugutekommen: „Wir können nicht in die Glaskugel schauen, aber wenn Momo die Entwicklung nimmt, die wir uns erhoffen, dann hat er in einem Jahr mindestens dasselbe Preisschild, wenn nicht sogar noch ein höheres. Zum Beispiel wenn er eventuell für die italienische Nationalmannschaft spielt“, blickt der ehemalige DFB-Funktionär in die Zukunft.

„Frage der Zeit, bis wir ihn verkaufen“

Chatzialexiou stellt wenig überraschend klar: „Wir wissen aber auch, dass es eine Frage der Zeit ist, bis wir ihn irgendwann verkaufen, weil der Junge seine Schritte machen wird.“ Bis dahin soll Mohamed Ali Zoma dem FCN jedoch noch helfen, seine Ziele zu erreichen: „Aber für dieses Jahr war uns wichtig, ein bisschen was zurückzugeben. Auch was den sportlichen Erfolg angeht.“