„Ich warne ausdrücklich“: FCN-Trainer Klose nach durchwachsener Woche

„Etwas durcheinander“ war die Vorbereitung beim 1. FC Nürnberg – dennoch blickt Klose optimistisch auf Samstag.

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Foto: DO IT NOW Media

Durchwachsene Woche

Nach zwei Ligasiegen zum Auftakt und dem Weiterkommen im DFB-Pokal ist der 1. FC Nürnberg ergebnistechnisch perfekt in die Spielzeit 2026/27 gestartet. FCN-Trainer Miroslav Klose war dennoch mit der Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld nur bedingt zufrieden: „Die Woche war durchwachsen. Wenn ich sie mit den letzten 3 vergleiche, war es keine, in der wir im Flow waren.“

Zwar verriet er, dass sich auch Spieler für die Startelf aufdrängen konnten – und entsprechend Wechsel denkbar sind –, dennoch lief die Woche ansonsten eher ungewöhnlich ab. Das liegt vor allem daran, dass man im Pokal bis ins Elfmeterschießen musste und am darauffolgenden Tag ein Testspiel anstand, in dem alle Spieler zum Einsatz kamen: „Dementsprechend haben wir nicht immer alles zusammengemacht, sondern waren in zwei Gruppen. Deswegen war es ein bisschen durcheinander und wir haben selten miteinander trainiert.“

Am Mittwoch trainierte man das erste Mal wieder zusammen – Klose bezeichnet die Einheit als „Reinkommen und Zueinanderfinden“. Dennoch ist der 48-Jährige davon überzeugt, dass seine Mannschaft trotz der nicht idealen Vorbereitung am Samstagabend wieder rechtzeitig hochschalten wird: „Die Jungs können mittlerweile switchen, wenn Spieltag ist. Und darauf freue ich mich.“

Erfreuliche Nachrichten

Positive Nachrichten gibt es für den Club aus personeller Sicht. Neben Jan Reichert, der nach der Geburt seines Sohnes und seinen Leistungen laut Klose „am Strahlen über das ganze Gesicht“ sei, gibt es auch bezüglich Finn Ole Becker gute Neuigkeiten: „Er hat jetzt mittrainiert, ist fit und steht zur Verfügung. Das ist für mich als Trainer wichtig.“

Vor allem, da Becker auf der Zehnerposition gut in die Saison startete – und nicht nur von Klose beim Pokalspiel in Köln vermisst wurde: „Das hat man auch eindeutig gesehen, dass er ein bisschen gefehlt. Vor allem, was die Bälle zwischen den Linien angeht.“

Warnung

„Die Offensiven sind in einer sehr, sehr starken Form“, ist der Weltmeister von 2014 ohnehin über die Verfassung seiner Offensivspieler erfreut. Die acht Nürnberg-Saisontore wurden schließlich nicht ohne Grund ausschließlich von Mohamed Ali Zoma (drei Tore), Piet Scobel (drei Tore) und Julian Justvan (zwei Tore) erzielt.

Dennoch erwartet der Nürnberger Trainer am dritten Spieltag eine knifflige Aufgabe: „Ich warne ausdrücklich, dass man den Gegner unterschätzt, dass man ins Stadion kommt und den Sieg erwartet.“ Stattdessen geht der frühere Stürmer von einem komplizierten Gast aus, der dem FCN das Leben schwer machen wird: „Das wird ein hartes Stück Arbeit. Ich bin ganz, ganz glücklich, wenn man sich die Sachen erarbeitet und dann als Sieger vom Platz geht – und das wird sicherlich am Samstagabend der Fall sein müssen.“