Seit FCN-Abschied: Verrückte Karafiat-Serie geht weiter

Der ehemalige Publikumsliebling des 1. FC Nürnberg kam zu einem Abstiegskandidaten – und hat ihn zum Spitzenteam mitgeformt.

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Foto: DO IT NOW Media

Karafiat musste FCN verlassen

Im Januar dieses Jahres verließ Ondrej Karafiat schweren Herzens den 1. FC Nürnberg. Schließlich entwickelte sich der Tscheche trotz nur anderthalb Jahren beim FCN schnell zum Publikumsliebling. „Aber ich muss spielen, ich will Spaß am Fußball haben und wenn ich nicht auf dem Platz stehe, bin ich nicht glücklich!“, kommentierte der Abwehrspieler auf Instagram seine Rückkehr nach Tschechien.

Verrückte Serie seit FCN-Abschied

Dort kann Karafiat seit seinem Wechsel zum FK Mlada Boleslav eine verrückte Serie vorweisen. Denn in all seinen 15 regulären Ligaspielen mit seinem ehemaligen und nun wieder neuen Verein blieb der 31-jährige Innenverteidiger ungeschlagen. Lediglich in der Abstiegsrunde, als Mlada schon längst gerettet war, folgten noch zwei unbedeutende Niederlagen zum Saisonende.

Vom Abstiegskandidaten zum Spitzenteam

Umso bemerkenswerter ist diese Serie, weil sich Mlada bei Karafiats Ankunft im Winter im Abstiegskampf befand – und sich mit ihm punktetechnisch zu einem Spitzenteam entwickelte. In der Jahrestabelle der Chance Liga sind die Mittelböhmen hinter Meister Slavia und Sparta Prag als Dritter „Best of the Rest“. Bei der einzigen Niederlage dieses Kalenderjahres in der regulären Ligarunde fehlte der Ex-Nürnberger.

Karafiats zweiter Frühling

Karafiat selbst ist dabei eine wichtige Konstante in der Viererkette und statistisch gesehen einer der besten Antizipatoren der Liga. Unter über 250 Spielern, die im vergangenen Jahr mindestens 1.000 Minuten in der Chance Liga zum Einsatz kamen, fängt pro 90 Minuten nur einer mehr gegnerische Bälle ab als der ehemalige Nürnberger (6,8) – zuletzt waren es beispielsweise zehn beim 2:0-Sieg über Sparta Prag.

Nach fünf Spieltagen der neuen Saison rangiert Mlada nun ungeschlagen und mit elf Punkten gemeinsam mit Meister Slavia an der Spitze. Auch wenn es für Ondrej Karafiat beim 1. FC Nürnberg nicht mehr reichte, scheint er in seiner Heimat nun einen zweiten Frühling zu erleben – was viele Clubfans freuen dürfte.