Perfekter Saisonstart für FCN – Klose bremst: „Viele Dinge, die nicht gut waren“

Das Weiterkommen bei Viktoria Köln zeigte Defizite beim 1. FC Nürnberg auf – ein Trend, den es zu stoppen gilt.

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Foto: DO IT NOW Media

Gelungener Saisonstart des FCN

Zwei Siege in den ersten beiden Ligaspielen und ein Weiterkommen in der ersten Runde des DFB-Pokals: Einen solchen Saisonstart mit drei Siegen aus den ersten drei Pflichtspielen gab es für den 1. FC Nürnberg zuletzt in der Saison 2017/2018, als am Ende als Tabellenzweiter der 2. Bundesliga der Aufstieg in die Bundesliga gelang.

Dementsprechend darf man von einem gelungenen Start in die neue Spielzeit sprechen – wenngleich Miroslav Klose eine derartige Bewertung selbst nicht abgeben möchte: „Das müssen andere entscheiden“, sagte er nach dem glücklichen Weiterkommen im Elfmeterschießen bei Viktoria Köln am Sportschau-Mikrofon.

Klose bremst: „Das müssen wir analysieren“

„Die zwei Spiele am Anfang waren echt gut und wichtig für uns“, blickt der 48-Jährige positiv auf die beiden Ligasiege gegen Dynamo Dresden und Greuther Fürth – sowie auf das Weiterkommen im Pokal: „Die Runde weiterzukommen ist auch unheimlich wichtig, auch für die Fans. Wir haben gesagt, wir wollen unbedingt eine Runde weiterkommen.“

Allerdings möchte Klose die Art und Weise, wie seine Mannschaft nach Torchancen deutlich unterlegen war, nicht unter den Tisch fallen lassen: „Wir sind jetzt der glückliche Sieger. Aber das müssen wir analysieren, weil es waren viele Dinge, die nicht gut waren“, konstatiert der Trainer, dessen In-Game-Management diesmal ebenfalls nicht zu einer Leistungssteigerung beitragen konnte.

Defizite im Kopf

Dabei sei man von der Vorgehensweise des Gegners keineswegs überrascht worden: „Es ist nicht so, dass der Gegner was anderes gemacht hat, sondern das ist viel der Kopf.“

Klose bemängelte bei seiner Mannschaft unter anderem fehlende Zielstrebigkeit und fehlenden Mut, Timingprobleme sowie „oftmals falsche Entscheidungen“. Dies soll nun in der kommenden Woche aufgearbeitet werden: „Das zeigen wir den Jungs auf und dann geht es weiter gegen Bielefeld“, richtet der Weltmeister von 2014 den Blick auf das Samstagabend-Heimspiel am kommenden Wochenende gegen die Arminia.

Mini-Trend stoppen

Dann wird es trotz des ergebnistechnisch perfekten Saisonstarts darauf ankommen, wieder eine konstantere Leistung über 90 Minuten zu zeigen. Denn bereits beim 4:2-Sieg in Fürth zeigte die Klose-Elf insbesondere im ersten Durchgang inklusive eines zwischenzeitlichen Rückstandes ausbaufähige Phasen, die sich in Köln beim Drittligisten ausweiteten.

Diesen leicht erkennbaren Trend gilt es am 3. Spieltag der 2. Bundesliga gegen Arminia Bielefeld zu stoppen – angesichts der bisherigen Ergebnisse ein gern gesehenes Luxusproblem für den 1. FC Nürnberg.