Wo Klose beim FCN noch Luft nach oben sieht: „Da müssen wir ihn hinbekommen“

Warum Alexios Kalogeropoulos beim 1. FC Nürnberg im Spielaufbau noch deutlich mutiger werden soll.

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Foto: DO IT NOW Media

Abstimmung

Auch wenn der Umbruch beim 1. FC Nürnberg nicht so groß wie in den Jahren zuvor ausfiel, ist die Viererkette im Vergleich zur Vorsaison komplett neu formiert. Dass die Abstimmung beim FCN in der hintersten Reihe noch nicht immer passt, ist deshalb nur allzu verständlich.

Dennoch passierte es beim 2:4-Derbysieg in Fürth vor der Pause etwas zu häufig, dass die langen Bälle und Tiefenläufe des Rivalen den Club vor Probleme stellten. Nach der Halbzeit antizipierte man dies besser und setzte sich unter anderem frühzeitiger ab.

Bei seinen Innenverteidigern sah FCN-Trainer Miroslav Klose via Sky allerdings auch im eigenen Ballbesitz noch Luft nach oben. Eine „offene, bessere, mutigere Positionierung der Innenverteidiger“ hätte er sich gewünscht – und bezog sich dabei insbesondere auf Alexios Kalogeropoulos: „Vor allem von Alexi. Da müssen wir ihn hinbekommen.“

Großer Unterschied

Ein Blick auf die Zahlen des Griechen und seines Nebenmanns Fynn Otto zeigt, wie deutlich sich die beiden aktuell unterscheiden. Nicht nur spielt Otto mit 156 Pässen bis hierhin die meisten der gesamten 2. Bundesliga. Auch gegen Fürth spielte er mit 77 Pässen deutlich mehr als Kalogeropoulos (48) und war damit der deutlich aktivere Part im Spielaufbau.

Vor allem bei Vertikalität, Andribbeln und Progression gibt es Unterschiede. Kalogeropoulos spielte gerade einmal vier Pässe ins Angriffsdrittel, bei Otto waren es 17 – Spieltagsbestwert der gesamten Liga.

Unterschiedliche Profile

Freilich unterscheiden sich die Profile der beiden Innenverteidiger. Otto definiert sich vor allem über seine Spielstärke, die ihn bereits beim SC Verl auszeichnete. Mit dieser initiierte er schon beim 3:0-Heimerfolg gegen Dynamo Dresden am ersten Spieltag zwei Tore. Gegen Fürth bereitete er das zwischenzeitliche 2:3 durch Julian Justvan mit einem Vertikalpass zudem direkt vor.

Kalogeropoulos bringt seinerseits andere Qualitäten mit. Mit Ball scheint sich Klose vom FCN-Neuzugang allerdings noch etwas mehr Mut zu wünschen. „Ich glaube, wir werden von Spiel zu Spiel besser“, zeigte sich Nebenmann Otto dennoch optimistisch, dass auch die Abstimmung zwischen den beiden Innenverteidigern bald noch besser funktionieren wird.