„Man kriegt Piet nie ganz ausgeschaltet“ – warum Scobel für den FCN so wichtig ist

Nicht nur Miroslav Klose lobt den doppelten Torschützen des 1. FC Nürnberg.

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Foto: DO IT NOW Media

Neue Entwicklung

Im Januar 2025 wechselte Piet Scobel vom fünftklassigen Eimsbütteler TV zum 1. FC Nürnberg. Beim FCN spielte der Stürmer zunächst für die U23, stellte dort seine Treffsicherheit unter Beweis und gehörte deshalb seit der vergangenen Rückrunde fest zum Profiteam der Franken.

Als Scobel beim Rückrundenauftakt der Vorsaison doppelt gegen die SV Elversberg traf, schien der Club seinen neuen Stürmer gefunden zu haben. Ganz so geradlinig verlief seine Entwicklung in den darauffolgenden Wochen und Monaten allerdings nicht. In den restlichen Saisonspielen sollte kein weiterer Treffer mehr dazukommen.

Beim 2:4-Derbysieg des Clubs traf Scobel nun erneut zweimal und steuerte zudem eine Torvorlage bei. Dass er nun wieder ein halbes Jahr auf sein nächstes Tor warten muss, glaubt in Nürnberg niemand – auch FCN-Trainer Miroslav Klose nicht: „Weil er es im Training gut macht. Ich glaube, wir haben mit ihm und meinem Team echt richtig gut gearbeitet. Er steht einfach anders da. Es ist ein Selbstverständnis, eine gewisse Körperlichkeit, die er für sein Spiel auch braucht.“

Nicht auszuschalten

Der 48-Jährige betont, dass der Angreifer aufgrund seiner Qualität in der gegnerischen Box nur schwer über 90 Minuten zu kontrollieren ist: „Wir wissen, wenn wir ihn im Sechzehner finden, dann macht er Tore. Ob rechts oder links oder mit dem Kopf. Ich freue mich unheimlich für ihn. […] Man kriegt Piet nie ganz ausgeschaltet, das ist eine Stärke von ihm.“

Sehr fleißig

Auch Nürnbergs Vize-Kapitän Julian Justvan freute sich für den 21-Jährigen: „Ich bin froh, dass er sich heute auch mal belohnt hat. Das tut ihm sicher auch gut.“

Der Linksfuß beschreibt den Mehrwert Scobels, der weit über seine Tore hinausgeht: „Weil er auch gegen den Ball einfach extrem viel macht. Er ist ein extrem fleißiger Spieler und extrem wichtig für uns.“

Mit seinem Profil als Zielspieler bringt Scobel zudem eine Komponente ins Spiel der Franken, die die restliche Offensive rund um Mohamed Ali Zoma, Finn Ole Becker und Justvan so ansonsten nicht mitbringt: „Er ist ein Spieler, den wir auch auf dem Platz brauchen. Die Spieler um ihn herum sind eher klein, flink und wendig. Aber du brauchst auch einen, der die Bälle festmacht und kopfballstark ist.“

Glücklicher Scobel

Selbst betonte der Mittelstürmer bei Sky, dass er mit dieser Entwicklung vor einiger Zeit selbst nicht mehr unbedingt gerechnet hätte – zumal er zwischenzeitlich sogar überlegte, mit dem Fußballspielen aufzuhören: „Ich habe eine Pause gemacht, weil ich den Spaß so ein bisschen verloren habe. Aber ich habe in den letzten Jahren wieder immer mehr Spaß bekommen und habe jetzt mehr Spaß denn je. Von daher bin ich super froh, dass das alles so gelaufen ist. Damit hätte ich noch vor knapp zwei Jahren niemals mit gerechnet.“