FCN: Für welchen Neuzugang die Tür zur Startelf „vielleicht schon ein Stück weit offen“ ist

Warum Miroslav Klose seine Entscheidung auch vom Gegner abhängig macht.

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Foto: DO IT NOW Media

Selbst erarbeitet

Tim Janisch darf zweifelsfrei als einer der Gewinner der Vorbereitung beim 1. FC Nürnberg gesehen werden. „Ich glaube, es ist sehr, sehr hart und direkt mit ihm gesprochen worden, dass, wenn er zurückkommt, dass wir uns das halt alles anschauen“, blickt FCN-Trainer Miroslav Klose einige Wochen zurück, als ein Abgang des Spielers noch als wahrscheinlich galt.

„Also ich habe nichts mit ihm gemacht. Er hat das selbst gemacht und auch verstanden. Und er hat alles verstanden“, betont der 48-Jährige den Verdienst des Nürnberger Eigengewächses. Als Belohnung stand Janisch beim ersten Saisonspiel gegen Dynamo Dresden in der Startelf.

Klopfen an die Tür

„Und jetzt würde ich ungerne weiter über ihn sprechen, sondern ihn erstmal spielen lassen und jedes Spiel bestätigen lassen“, möchte sich Klose dennoch nicht zu voreilig und euphorisch über die Entwicklung des 20-Jährigen äußern.

Das liegt auch daran, dass der Trainer den Konkurrenzkampf auf der rechten Seite offenhalten möchte. FCN-Neuzugang Gianni Masouras sieht er dabei bereits auf einem guten Weg: „Weil ich weiß, dass da einer ist, der das nicht gerne hat, dass der Tim vor ihm spielt. Und dementsprechend klopft er schon an die Tür. Die ist schon vielleicht ein Stück weit offen.“

Frage des Gegners

Wer künftig den Vorzug erhält, hängt laut Klose auch vom jeweiligen Gegner und Matchplan ab: „Und das ist was für mich wichtig ist. Ich habe zwei zur Auswahl und da kann ich mit einem beginnen und kann den anderen reinschmeißen, weil manchmal brauchst du mehr Ballbesitz, manchmal brauchst du Geschwindigkeit und Defensivverhalten.“

Masouras konnte nach seiner Einwechslung gegen Dresden durchaus andeuten, dass er viel Zug nach vorne mitbringt. Das zeigte Janisch vor allem in der Generalprobe gegen Real Oviedo eine Woche zuvor ebenfalls. Gegen Dynamo musste er insbesondere in der ersten Halbzeit zudem viele Bälle in die Tiefe hinter der sehr hochstehenden Nürnberger Abwehr verteidigen. Masouras war hingegen am ersten Spieltag mit über 34 km/h der schnellste Spieler der Partie 

Wer darf im Derby?

Auch wenn Klose betont, dass die Tür für Masouras „vielleicht schon ein Stück weit offen“ sei, dürfte Janisch voraussichtlich auch kommenden Samstag beim Frankenderby in Fürth von Beginn an auflaufen. Dass sich eine Woche später im Pokal dann Masouras von Beginn an präsentieren darf, erscheint hingegen deutlich wahrscheinlicher.