Javi Fernandez war bereits in der vergangenen Rückrunde vom FC Bayern München an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen und eroberte sich im Verlauf der Saison einen Stammplatz im zentralen Mittelfeld. Nun läuft der 19-jährige Spanier auch in der neuen Saison für den Club auf. Im Trainingslager in Südtirol stand Fernandez dem CLUBFOKUS für ein exklusives Interview zur Verfügung.
Du kannst im Mittelfeld viele Positionen spielen, ob Sechs, Acht oder Zehn. Wo fühlst du dich am wohlsten? In der Vorbereitung spieltest du ja bislang auf der Acht.
Aktuell spiele ich Nummer Acht bzw. Doppelsechs. Aber für mich ist es kein Problem, ob der Trainer mich auf der Sechs, Acht oder Zehn braucht. Ich kann alles spielen. Ich versuche mein Bestes zu geben – egal, auf welcher Position.
In Spanien gab es in der Vergangenheit viele gute Mittelfeldspieler. Hast du ein Vorbild, an dessen Spielweise du dich orientierst?
Ich glaube, es gibt viele gute Spieler. Aber ich schaue auf mich. Ich schaue, wie ich mich verbessern kann. Ich schaue allgemein viel Fußball. Aber es gibt keinen einzelnen Namen. Ich versuche mir von verschiedenen Mittelfeldspielern das jeweils Beste abzuschauen: von Pedri das, von Rodri dies. Aber ich glaube, es ist wichtiger, auf mich, statt auf andere Spieler zu schauen.
Am FC Bayern Campus wurdest du bereits „Mini-Schweinsteiger“ bezeichnet. Hast du das schon mal gehört?
Ja, sie nannten mich „Javi Martínez“ oder „Mini-Schweinsteiger“. Ich habe das häufig von meinem Trainer der U23 gehört – und von Profispielern „Mini-Javi Martínez“. Upamecano nannte mich so.
Im zentralen Mittelfeld des FCN tummeln sich viele gute Spieler. Wie siehst du den Konkurrenzkampf und deine Stammplatzchancen?
Das ist die Entscheidung des Trainers. Das sind alles gute Spieler. Auf allen Positionen haben wir gute Spieler für die 2. Bundesliga. Ich gebe alles und dann sehen wir, was passiert.
Was glaubst du, was mit diesen vielen guten Spielern in dieser Saison möglich ist? Glaubst du, ihr könnt in den oberen Tabellenregionen mitspielen?
Natürlich hoffen wir, dass wir oben mitspielen können. Wir spielen, um jedes Spiel zu gewinnen. Am Ende sehen wir, was daraus wird. Natürlich wollen wir oben mitspielen und ich glaube, das ist auch möglich.
Wie ist es für dich, mit einer deutschen Fußballlegende wie Miroslav Klose als Trainer zu arbeiten? Was zeichnet ihn aus?
Ja, er ist eine Legende. Er ist menschlich und sehr nah an der Mannschaft. Er ist einer von uns. Die Mannschaft ist eine Familie und er ist Teil davon. Gleichzeitig fordert er aber auch viel.
Wie stehst du mit dem FC Bayern in Kontakt, von dem du nach Nürnberg ausgeliehen bist? Wie häufig bist du mit den Leihspieler-Betreuern Timo Kern und Richard Kitzbichler im Austausch?
Beide besuchen mich häufig, ob im Training oder beim Spiel. Sie wollen mir helfen, besser zu werden. Mit Timo Kern habe ich eine sehr gute Beziehung. Als ich 17 war und in der zweiten Mannschaft des FC Bayern gespielt habe, war er der Kapitän und so etwas wie der Papa der Mannschaft. Richard ist auch immer für mich da.
Analysiert ihr gemeinsam dein Spiel oder geht es auch um andere Aspekte?
Ein bisschen von allem. Sie analysieren beispielsweise mein Spiel und schicken mir Videos, um zu zeigen, was ich besser machen kann. Das hilft mir natürlich.
Das Interview wurde am 24. Juli 2026 im Trainingslager des 1. FC Nürnberg in Südtirol geführt.


