Nach Doppelrot bei FCN-Test: Klose verlangt mehr Contenance von Kapitän Markhiyev

„Gut kann ich das nicht heißen“, merkte der Trainer des 1. FC Nürnberg nach dem hitzigen Test an.

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Foto: DO IT NOW Media

Doppelrot für den FCN

Es war ein Testspiel, wie man es wohl nur selten sieht: Beim 2:1-Sieg des 1. FC Nürnberg über Real Oviedo hagelte es förmlich Karten. Während der spanische Zweitligist teilweise überhart in die Zweikämpfe ging und letztlich sieben Gelbe Karten kassierte, flogen auf Seiten des FCN gleich zwei Spieler vom Platz: Zunächst sah Tim Janisch nach einer Notbremse Rot, wenige Minuten später folgte Adam Markhiyev nach einem Frustfoul mit Gelb-Rot.

Klose kann das „nicht gutheißen“

„Gut kann ich das nicht heißen“, merkte Miroslav Klose nach der Generalprobe vor dem Ligaauftakt am kommenden Sonntag gegen Dynamo Dresden wenig überraschend an. „Ich glaube schon, dass jeder Spieler für sich ein Ventil finden muss“, so der FCN-Trainer. Gleichzeitig stellte der 48-Jährige aber auch klar, dass die hitzige Partie zunächst von den Spaniern ausging:

„Aber das hat man ja gesehen, dass das von denen ausgegangen ist. Wir haben einfach nur reagiert, wenn es uns zu viel wurde“, so der Weltmeister von 2014, der grundsätzlich nichts gegen eine gesunde Härte einzuwenden hat – gegen die man sich auch wehren müsse und dürfe: „Es war alles gut. Das ist Fußball. Das liebe ich daran. Dass es scheppert. Für unsere Mannschaft war das genau richtig.“

Mehr Contenance von Kapitän Markhiyev nötig

Vor allem die Gelb-Rote Karte gegen Markhiyev, die rund eine halbe Stunde in doppelter Unterzahl zur Folge hatte, gefiel Klose allerdings nicht – umso mehr aufgrund der Rolle des Finnen innerhalb der Mannschaft: „Gerade, wenn er dritter Kapitän ist, muss er auch ein Ventil finden. Das kann er ja. Das hat ihn natürlich gewurmt, aber der Schiri reagiert nicht immer so, wie du es haben willst.“ Ohnehin kein neues Thema beim 24-jährigen Mittelfeldspieler: In der Vorsaison kam Markhiyev auf stolze zwölf Verwarnungen in der 2. Bundesliga – elf davon innerhalb von nur 16 Einsätzen.

Da es sich lediglich um ein Testspiel handelte, können Klose und Markhiyev diesen Platzverweis zwar noch mit einem kleinen Augenzwinkern weglächeln – schließlich hat er keine Sperre für Pflichtspiele zur Folge. Nichtsdestotrotz dürfte man beim 1. FC Nürnberg weiterhin daran arbeiten, die Emotionalität des Spielers etwas besser zu dosieren und in manchen Situationen mehr Cleverness walten zu lassen – davon abgesehen war der Sechser eine Stunde lang einmal mehr der Dreh- und Angelpunkt im Nürnberger Spiel.