„Haben uns das Leben selbst schwer gemacht“ – FCN siegt gegen Regionalligisten

Der 1. FC Nürnberg gewann zwar standesgemäß, offenbarte dabei aber auch noch Verbesserungspotenzial.

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Foto: DO IT NOW Media

Trotz 5:1-Sieg – FCN tat sich schwer

Nach dem 10:0-Testspielerfolg am Mittwoch gegen den Bayernligisten TSV Kornburg stand bereits am Samstag das zweite Testspiel des 1. FC Nürnberg an. Beim Regionalligisten SpVgg Ansbach, der im Oktober in der Regionalliga Bayern auf die U23 des Clubs trifft, setzte sich der FCN mit 5:1 durch. Wie schon wenige Tage zuvor wechselte Miroslav Klose seine Mannschaft zur Pause komplett durch.

Trotz des standesgemäß deutlichen Ergebnisses gegen einen zwei Klassen tieferen Gegner zeigte sich Torhüter Jan Reichert anschließend nicht vollends zufrieden, wie er im Interview bei ClubTV durchblicken ließ: „Ein Spiel, in dem wir uns schwer getan haben. Gegen einen Gegner, der aggressiv war, vor allem in der ersten Halbzeit. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht durch eigene Fehler.“

Ansbach ärgert den FCN – Doppelschlag vor der Pause

Tatsächlich hätten die Ansbacher aufgrund ihrer Chancen durchaus häufiger treffen können als nur beim zwischenzeitlichen 1:1 in der 24. Minute. Torschütze Tyron Mata entwischte nach einem Pass hinter die Kette Eric Porstner und dribbelte an Reichert vorbei. Zuvor hatte Piet Scobel den FCN per Nachschuss in Führung gebracht, nachdem Neuzugang Rayan Ghrieb zunächst einen Elfmeter herausgeholt, diesen anschließend aber verschossen hatte.

Aufgrund muskulärer Probleme fiel Innenverteidiger Fynn Otto aus, weshalb Klose laut FCN.de auf eine Dreierkette umstellte.

„Wir müssen auf jeden Fall daran arbeiten, in der kommenden Phase die Fehler abzustellen. Aber wir sind erst in der zweiten Woche – das wissen wir auch. Trotzdem wäre es gut gewesen zu zeigen, dass wir vom Kopf her da sind, solche Spiele und die Gegebenheiten anzunehmen“, merkte Reichert an, freute sich gleichzeitig aber über den Sieg und die stimmungsvolle Kulisse.

Dass der FCN dennoch mit einer Führung in die Pause ging, lag an einem Doppelschlag kurz vor dem Seitenwechsel. Zunächst traf Porstner nach einer Ecke von Can Moustfa zum 2:1, wenig später chippte Rafael Lubach den Ball nach einem folgenschweren Fehlpass der Gastgeber zum 3:1 ins leere Tor.

„Wir haben in der ersten Halbzeit eher auf ihre Fehler gelauert. Ansbach spielte sehr offensiv, weshalb wir auch mal die unangenehmen Wege gehen mussten“, kommentierte Klose den ersten Durchgang.

„Mehr Dominanz und Kontrolle“ nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel sah der Trainer dann „mehr Dominanz und Kontrolle“ – und bereits in der 53. Minute die Vorentscheidung. Nach einem Doppelpass mit Adriano Grimaldi startete Neuzugang Sigurd Haugen in die Tiefe und konnte, nachdem er bereits den Torhüter umkurvt hatte, nur noch per Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte der 28-jährige Norweger selbst und traf damit nur sechs Minuten nach seinem Debüt im Clubtrikot.

Im zweiten Durchgang agierte der Club laut FCN.de in einem 4-2-3-1.

Nach einer anschließend weitgehend kontrollierten, aber eher ereignisarmen zweiten Halbzeit setzte Mohamed Ali Zoma in der 86. Minute den Schlusspunkt. Eine Flanke von Haugen nahm der 22-Jährige am zweiten Pfosten an und schob den Ball nach einer kurzen Ballmitnahme ins kurze Eck.

Positiver Test

„Insgesamt wieder ein sehr guter Test für uns, den wir analysieren und aus dem wir unsere Schlüsse ziehen können“, sah Klose ebenso wie Adam Markhiyev und Adriano Grimaldi in der Partie einen wertvollen Test sowie einen guten Gegner.

Vor allem die Offensivspieler des 1. FC Nürnberg – allen voran die Neuzugänge Can Moustfa und Sigurd Haugen, aber auch Piet Scobel und Adriano Grimaldi – dürften mit ihren Torbeteiligungen bei den insgesamt 15 Treffern in den beiden Testspielen dieser Woche zusätzliches Selbstvertrauen getankt haben.

Am kommenden Wochenende wartet dann in Roth gegen Drittligist Waldhof Mannheim der erste echte Härtetest, ehe es anschließend ins Trainingslager nach Südtirol geht.