Kukucka verlässt den FCN
Während sich der 1. FC Nürnberg weiterhin auf der Linksverteidiger- und Sechserposition verstärken möchte, gilt es gleichzeitig, den Kader zu verkleinern und Spielern einen Wechsel zu ermöglichen, deren Einsatzchancen minimal sind. Dies ist dem FCN nun mit Michal Kukucka gelungen. Der 24-jährige Torhüter, der trotz einer zwischenzeitlichen Leihe in den vergangenen zwei Jahren lediglich auf einen Profi-Einsatz kam, schließt sich nach einer Probezeit dem tschechischen Erstligisten FK Jablonec an – erneut auf Leihbasis.
Telalovic vor Wechsel in die 3. Liga
Ebenfalls erneut verliehen werden soll Semir Telalovic, der bereits in der vergangenen Rückrunde für den Ligakonkurrenten Arminia Bielefeld auflief. Wie zuerst Sky berichtete, soll der 26-jährige Stürmer zum Drittligisten Rot-Weiss Essen wechseln.
Nach Informationen der BILD absolvierte Telalovic bereits den Medizincheck an der Hafenstraße. Demnach soll es sich um eine Leihe handeln, nachdem die WAZ kurz zuvor noch berichtet hatte, dass auch ein fester Transfer im Raum gestanden habe. Telalovićs Vertrag in Nürnberg läuft noch bis 2028.
Kein neuer Stürmer geplant
Trotz dieses möglichen Abgangs soll der FCN laut BILD keinen weiteren Neuzugang für das Sturmzentrum planen. Mit Adriano Grimaldi, Piet Scobel, Neuzugang Sigurd Haugen und Mohamed Ali Zoma sieht man sich offenbar gut aufgestellt.
Ändern dürfte sich die Situation allerdings schlagartig, sollte ein Verein bereit sein, die kolportierte Schmerzgrenze von 15 Millionen Euro für Top-Torjäger Zoma zu erfüllen.
Maboulou außen vor
Eine untergeordnete – oder womöglich gar keine – Rolle scheint derzeit Noah Maboulou zu spielen. Der 21-jährige Franzose kam beim ersten Testspiel der Profis gegen den TSV Kornburg (10:0) nicht zum Einsatz. Stattdessen stand er am Freitag beim 0:0 der U23 gegen Rot-Weiß Erfurt in der Startelf von Andreas Wolf.
Folglich dürfte Maboulou auch am Samstag beim Testspiel der Profis in Ansbach erneut fehlen. Insofern erscheint auch bei ihm ein Abgang wahrscheinlich, eine Leihe steht im Raum.
FCN gut aufgestellt – aber …
Unter dem Strich bleibt es dabei: Der 1. FC Nürnberg sieht seinen Kader einige Wochen vor dem Saisonstart – bis auf die eingangs erwähnten Baustellen – bereits gut aufgestellt. Das könnte sich allerdings ändern, sollten doch noch Leistungsträger den Verein verlassen.
Zudem sind auch auf der Zugangsseite weitere Überraschungen nicht ausgeschlossen. „Sie könnten uns vielleicht auch noch einmal eine andere Freiheit geben, Käufe zu tätigen, die man so nicht geplant hat“, erklärte Sportvorstand Joti Chatzialexiou im Mai mit Blick auf mögliche Weiterverkaufsbeteiligungen, die dem Club nach dem Brown-Transfer in diesem Sommer weitere Millioneneinnahmen bescheren könnten.


