FCN-Eigengewächs für „Golden Boy-Award“ nominiert

Der 19-Jährige steht auf der Liste der größten Talente Europas.

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Foto: FCN.de

10 Jahre FCN

„Der FCN ist mein Herzensverein, hier habe ich fast zehn Jahre lang Fußball gespielt. Die Entscheidung ist mir daher alles andere als leicht gefallen“ – mit diesen Worten verabschiedete sich Finn Jeltsch vom 1. FC Nürnberg. Für den Club lief er von 2015 bis 2025 auf, ehe er zum VfB Stuttgart wechselte.

Nachdem sich Jeltsch in Nürnberg in der 2. Bundesliga schnell zum Leistungsträger entwickelte, setzt sich diese Entwicklung seitdem in der Bundesliga nahezu nahtlos fort. 37-mal kam er wettbewerbsübergreifend für die Schwaben in der Vorsaison zum Einsatz.

„Er kam bei uns sofort sehr schnell zurecht und war uns direkt eine absolute Hilfe. Das Level, das er jetzt schon in dem Alter mitbringt, ist schon enorm“, lobt ihn auch sein Trainer Sebastian Hoeneß.

Golden Boy

Die Leistungen des 19-Jährigen sind auch international nicht unbemerkt geblieben. Das Nürnberger Eigengewächs wurde nun sogar für den „Golden Boy Award“ nominiert. Seit 2003 wird jährlich der beste U21-Spieler Europas von der italienischen Sportzeitung Tuttosport geehrt. Zunächst wird eine Liste von 100 Spielern veröffentlicht, die anschließend monatlich um jeweils 20 Spieler reduziert wird.

Bis Mitte Oktober wird die Liste so auf 20 Spieler verkleinert, die anschließend von 40 europäischen Journalisten verschiedener Fußball-Fachmagazine bewertet werden. Dabei dürfen 10, 7, 5, 3 und 1 Punkt vergeben werden. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt am Ende die Auszeichnung.

Prominente Namen

Jeltsch wurde als einer von 19 Spielern aus der Bundesliga und einer von neun deutschen Talenten nominiert. Bislang konnten sich vier Spieler aus der Bundesliga durchsetzen: Mario Götze (2011), Renato Sanches (2016), Erling Haaland (2020) und Jude Bellingham (2023). Zuletzt gewannen Lamine Yamal (2024) und Désiré Doué (2025) unterstreichen die Auszeichnung. Auch Lionel Messi (2005) wurde bereits gewählt.

Da eine Wiederwahl nicht möglich ist, fallen beispielsweise Yamal und Doué nicht unter die „Konkurrenten“ von Finn Jeltsch. Als Favoriten für die Auszeichnung gelten laut transfermarkt.de Warren Zaïre-Emery (PSG), Pau Cubarsí (FC Barcelona) und Yan Diomande (RB Leipzig).

Große Zukunft

Schon die Nominierung unterstreicht die beeindruckende Entwicklung, die Jeltsch in Nürnberg und Stuttgart genommen hat.

Der Gewinner der Fritz-Walter-Medaille in Gold gilt zudem als heißer Kandidat für die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft. Schließlich ist er in der DFB-U21 absolut gesetzt und führte diese sogar schon als Kapitän auf das Spielfeld. „Er ist absolut leistungsbereit, möchte an sich arbeiten und hat Ziele. Das ist in Kombination sehr positiv und vielversprechend für die Zukunft“, dürfte nicht nur Hoeneß positiv auf die sportliche Zukunft des Abwehrspielers blicken.