Klarheit
Das Trainerteam des 1. FC Nürnberg ist nach vielen Wechseln inzwischen wieder komplett. Kurz vor dem Trainingsauftakt gab der FCN bekannt, dass Sebastian Sommer einsteigen und für die Spielanalyse verantwortlich sein wird. Damit fungiert Sommer als Nachfolger von Jerome Polenz, über dessen Aus sich Sportvorstand Joti Chatzialexiou nun erneut äußerte: „Im Endeffekt war es auch so, dass wir eine Klarheit brauchen, wie wir Fußball spielen.“
Andere Vorstellungen
Zwischen den Verantwortlichen und dem Ex-Profi gab es diesbezüglich Differenzen: „Deswegen kann man auch irgendwann mal sagen, okay, das hat in der Konstellation vielleicht dann nicht so gepasst in den Vorstellungen und in den Denkweisen. Und dann ist es legitim, dass man dann auch auseinandergeht.“
Die Trennung fand laut dem ehemaligen DFB-Funktionär in einem „sehr, sehr wertschätzenden Gespräch“ statt. Mittlerweile ist Polenz, der auch von Bundesligist Borussia Mönchengladbach ein Angebot vorliegen hatte, beim Zweitligafavoriten VfL Wolfsburg untergekommen und unterstützt dort Cheftrainer Tobias Strobl als Co-Trainer.
Neue Rolle
Sein Nachfolger Sommer, der zuvor bei RB Salzburg tätig war, wird die Rolle jedoch anders ausüben, verrät Chatzialexiou: „Sebastian Sommer wird sehr stark im analytischen Bereich bleiben. Er wird weniger hier auf dem Platz aktiv sein.“
Damit unterscheidet sich seine Rolle von der seines Vorgängers, der auch viel auf dem Trainingsplatz arbeitete und der Nürnberger Mannschaft dort einige Impulse und Prinzipien vermittelte.
Kreutzer rückt in den Fokus
„Es ist eine andere Rolle, die wir für uns definiert haben und wo wir gesagt haben, dass wir sie dann auch mit der jeweiligen Person entsprechend besetzen und da passt der Sebastian gut drauf“, erklärt Chatzialexiou das Umdenken. Die inhaltliche Arbeit auf dem Platz soll nun stattdessen vermehrt über Matthias Kreutzer laufen. Der 43-Jährige ist nach Stationen auf Schalke und in Hamburg seit März für den 1. FC Nürnberg tätig. „Wir haben schnell festgestellt, dass wir inhaltlich gleich über Fußball denken und auch menschlich auf einer Wellenlänge liegen“, freute sich FCN-Cheftrainer Miroslav Klose bereits damals über die Verpflichtung.


