FCN: Warum für Schäfer der Umbruch keine Ausrede sein darf

Der ehemalige Torwart und aktuelle Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg war mit der vergangenen Saison nicht zufrieden.

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Foto: DO IT NOW Media / FCN

Mehr möglich

Der 1. FC Nürnberg beendete die vergangene Spielzeit auf dem achten Tabellenplatz. Nicht wenige sind der Meinung, dass mit dem FCN-Kader durchaus mehr möglich gewesen wäre. Ähnlich formuliert es auch Aufsichtsratsmitglied Raphael Schäfer im Podcast United Nürnberg: „Ich glaube, dass wir in der Saison – wenn man sie ganz nüchtern betrachtet – meiner Meinung nach mehr hätten erreichen können als das, was wir geschafft haben. Weil ich das Potenzial der Mannschaft viel viel höher einschätze als das, was jetzt am Ende rausgekommen ist.“

Umbruch zu einfach

Der verpatzte Saisonstart der Franken wurde oftmals unter anderem mit den späten und vielen Transfers im Sommer begründet. Für Schäfer sei dies jedoch zu einfach: „Da wird teilweise glaube ich auch mehr drüber gesprochen oder es wird höher eingestuft als es eigentlich der Fall ist, weil alle Vereine haben einen gewissen Umbruch.“

Gleichzeitig betont der 47-Jährige, dass man sich über die Abgänge in gewisser Art und Weise sogar freuen müsse, da man darüber Werte und Einnahmen erzielt, die man gut gebrauchen kann.

Stabiler

Für 2026/27 hofft der ehemalige FCN-Torhüter, dass man die Leistungen stabilisieren kann und mehr Konstanz an den Tag legen wird. Viele Kaderbewegungen erwartet er erneut, sieht dies aber wiederum nicht als Argument an, um mit einem negativen Gefühl in die neue Spielzeit zu starten: „Dass ein Umbruch kommt und dass gute Spieler weggehen, ist glaube ich auch absolut normal und legitim.“

Dennoch wird man versuchen, den Kader diesmal früher zusammenzuhaben, verrät er. Um dann eine bessere Saison zu spielen, sind einige Faktoren vonnöten. Unter anderem auch der Spielplan, etwas Glück und eine gute Arbeit von Miroslav Klose und seinem Trainerteam, führt er an: „Wie kommst du rein, wie schafft es der Trainer, die Mannschaft frühzeitig so hinzubekommen, sodass sie funktioniert.“

Etablieren

Auch wenn der Club nach außen kein klares Saisonziel vorgibt, dürfte man intern zweifelsfrei den Blick in Richtung der oberen Tabellenregionen werfen. „Natürlich will man jedes Jahr besser dastehen als im letzten Jahr“, kommentiert Schäfer. Ob man auch den Weg zurück in die Bundesliga, wo man letztmals 2018/19 spielte, in absehbarer Zeit erreichen möchte? „Das ist aber doch definitiv so“, macht Schäfer keinen Hehl daraus – weiß aber zugleich um die Konkurrenz, die Ähnliches vorhat: „Aber das wollen ja viele Vereine.“

Der nächste Schritt müsse es für den 1. FC Nürnberg sein, konstant in der 2. Bundesliga zu den erfolgreichen Teams zu gehören. „Dass man es erst mal auch schafft, sich in den Top-25 Deutschlands zu etablieren und man nicht diese Ausrutscher nach unten hat“, hofft er. Ein personeller Umbruch sollte das jedenfalls nicht verhindern – denn „den wird es immer wieder geben.“