FCN verabschiedete acht Spieler
Zum letzten Heimspiel beim 3:0-Erfolg über Schalke 04 verabschiedete der 1. FC Nürnberg insgesamt acht Spieler, die den Club verlassen sollten. Lediglich bei einem Akteur bestanden bislang zumindest kleine Hoffnungen, ihn trotz Verabschiedung doch noch halten zu können.
„Wie sich das jetzt entwickelt und was passiert, wissen wir nicht. Wir wollen uns das offen halten, aber Stand jetzt ist das weniger realistisch“, räumte Joti Chatzialexiou nach Saisonende bezüglich Rabby Nzingoula ein.
Überraschender Verbleib?
Umso überraschender kommt nun die Meldung daher, dass offenbar ein anderer bereits verabschiedeter Leihspieler doch beim FCN bleiben könnte. Dabei handelt es sich um Eryk Grzywacz.
Der 20-jährige Mittelfeldspieler war Anfang 2025 vom VfL Wolfsburg ausgeliehen worden. Die Leihe endete inzwischen, eine kolportierte Kaufoption wollte der Club allerdings nicht ziehen.
Wie die Braunschweiger Zeitung berichtet, soll Grzywacz nun dennoch in Franken bleiben und künftig für die U23 eingeplant sein. „An den 1. FC Nürnberg war Grzywacz ausgeliehen. Dort wird er dem Vernehmen nach auch bleiben. Allerdings bei der U23“, heißt es im Bericht.
Über die genaue Ausgestaltung eines möglichen Deals – also ob es sich um eine verlängerte Leihe oder einen festen Wechsel handelt – werden keine weiteren Angaben gemacht.
„Einfach Pech gehabt“ beim FCN
In seinen anderthalb Jahren in Nürnberg kam Grzywacz lediglich auf einen Kurzeinsatz für die Profimannschaft unter Trainer Miroslav Klose. Vor allem Verletzungen warfen den technisch versierten Achter immer wieder zurück. Deshalb lief er überwiegend für die U23 auf – allerdings auch dort nur 16-mal.
„Ein sehr spielintelligenter, ehrgeiziger Junge, der hier einfach Pech gehabt hat“, sagte Chatzialexiou noch im März gegenüber den Nürnberger Nachrichten.
Neuer Versuch in Nürnberg?
Nun könnte Grzywacz offenbar einen weiteren Anlauf beim 1. FC Nürnberg nehmen. Für die von Andreas Wolf trainierte U23, die in dieser Woche in die Vorbereitung auf die neue Regionalliga-Bayern-Saison gestartet ist, wäre der polnische Jugendnationalspieler zweifellos eine Verstärkung.
Wer Grzywacz bei seinen Einsätzen beobachten konnte, dürfte zudem schnell festgestellt haben, dass er mit seinen fußballerischen Qualitäten eigentlich zu stark für die Regionalliga erscheint. Bleibt er verletzungsfrei, könnte er deshalb auch wieder für die Zweitligamannschaft zum Thema werden.
Zunächst bleibt allerdings abzuwarten, ob sich die Meldung der Braunschweiger Zeitung tatsächlich bestätigt.


