Unzufrieden
Den Wechsel vom 1. FC Nürnberg zum 1. FC Kaiserslautern dürfte sich Mahir Emreli komplett anders vorgestellt haben. Seit dem 3. Spieltag stand der ehemalige FCN-Angreifer nicht mehr in der Anfangsformation und spielte sportlich keine große Rolle beim FCK. „Im Verein komme ich kaum zum Einsatz, und insgesamt ist das meine schlechteste Saison. Ich habe wenig Spielpraxis“, äußert er sich via Azerisport konsterniert: „Es war eine schwierige Saison, sowohl im Verein als auch privat. Mental war es hart.“
Diese Aussagen tätigte er im Rahmen der aktuellen Länderspielreise mit der aserbaidschanischen Nationalmannschaft. „Die Nominierungen helfen mir sehr, mich in dieser Hinsicht wieder zu fangen. Die Spiele hier sind für mich wichtig, um mich zu beweisen und zu zeigen, dass ich in guter körperlicher Verfassung bin“, hofft er auf neues Selbstvertrauen. Bei der 0:2-Niederlage gegen Malta stand er noch in der Anfangsformation, ließ aber einige Gelegenheiten ungenutzt. Wenige Tage später – beim 2:1-Erfolg gegen San Marino – kam er lediglich als Joker zum Einsatz.
Wechselwunsch
Wenig überraschend hinterfragt der 28-Jährige aktuell deshalb mal wieder seine Zukunft. „Mein Manager kümmert sich um meine Zukunft, aber Tatsache ist, dass ich noch zwei Jahre Vertrag habe“, ist er noch an Kaiserslautern gebunden. Der Zweitligist soll aber bereit sein, Emreli, der in den Planungen keine große Rolle spielt, abzugeben.
„Wenn es so weitergeht, werde ich nicht bei diesem Verein bleiben“, scheint auch der Linksfuß einem Wechsel gegenüber nicht abgeneigt zu sein.
Offizielles Angebot
Passend dazu soll es auch einige Interessenten am ehemaligen Nürnberger geben. Mittlerweile soll ein erstes offizielles Angebot in Kaiserslautern eingegangen sein, wie Azerisport mitteilt. Dabei handelt es sich um den 29-maligen zypriotischen Meister APOEL Nikosia.
Ob es am Ende Nikosia oder ein anderer Verein wird, bleibt abzuwarten. Die Anzeichen verdichten sich jedoch stark, dass Mahir Emreli nach zwei Saisons in Deutschland und der 2. Bundesliga wieder wechseln wird. Nachdem er beim 1. FC Nürnberg mit unter anderem zehn Ligatreffern noch für sportliches Aufsehen sorgen konnte, wird seine Zeit in Kaiserslautern wohl als Enttäuschung in Erinnerung bleiben.


