Polenz verlässt den FCN
Etwas überraschend gab der 1. FC Nürnberg nach Saisonende die Trennung von Jerome Polenz bekannt. „Um im Trainerteam mit einem Konsens bezüglich der künftigen Herangehensweise in die neue Saison zu gehen, werden wir die Position des Co-Trainers Analyse neu besetzen“, erklärte Joti Chatzialexiou die Entscheidung.
Heißt: Offenbar gab es unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie der Fußball des FCN künftig aussehen soll.
Unterschiedliche Vorstellungen
Wie Chatzialexiou bereits im Winter bei NN.de angekündigt hatte, soll beim Club künftig „mehr Zweitligafußball“ gespielt werden. „Da geht es in erster Linie um Intensität, um Wucht und Power. Wir wollen uns nicht mehr nur auf das Fußballerische verlassen müssen.“ Gut möglich also, dass Polenz, der eher für einen sehr spielerischen Ansatz steht, diesen Weg nicht vollständig mitgetragen hat.
Polenz zu Strobls VfL Wolfsburg?
Seine Vorstellungen vom Fußball könnten nun offenbar besser zum VfL Wolfsburg passen. Wie die WAZ berichtet, soll der Bundesligaabsteiger den 39-Jährigen verpflichten wollen.
Dort führt mit Dieter Hecking ein ehemaliger Nürnberger Trainer und Sportvorstand inzwischen die Geschicke als Sportgeschäftsführer. Polenz soll künftig Teil des Trainerteams von Tobias Strobl werden, der erst vor wenigen Tagen als neuer Cheftrainer vorgestellt wurde.
Der Ex-Verler gilt mit seinem mutigen und dominanten Ansatz als eine der spannendsten Traineraktien Deutschlands. Da auch Polenz dafür bekannt ist, neue und innovative Wege zu gehen – unter anderem implementierte er in Nürnberg zwischenzeitlich Ideen des Relationismus –, könnte die Zusammenarbeit der beiden durchaus gut harmonieren.
Voraussetzungen stimmen
Ohnehin hatten die Wolfsburger angekündigt, ihr Trainerteam um einen Assistenten mit Zweitligaerfahrung ergänzen zu wollen. Diese bringt Polenz zweifellos mit: Schließlich arbeitete er drei Jahre lang beim 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga. Insofern scheinen viele Voraussetzungen für einen Wechsel nach Wolfsburg erfüllt zu sein.


