Masouras beste Saison der Karriere?
Mit Giannis Masouras konnte der 1. FC Nürnberg den besten Rechtsverteidiger der abgelaufenen First Division in Zypern verpflichten. Schließlich wurde der 29-jährige Grieche nicht nur mit Omonia Nikosia Meister, sondern auch in die Top-Elf der Liga gewählt – und scheint nun auf dem Höhepunkt seiner Karriere zum FCN zu wechseln „Diese Saison war eine der besten meiner Karriere, wenn nicht sogar die beste“, verrät er im Interview mit Meridian Sports.
Dabei habe neben dem sportlichen Erfolg auch der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft eine entscheidende Rolle gespielt. „Ich denke, man konnte die Atmosphäre sowohl auf als auch neben dem Platz sehen. Wir waren wirklich eine Familie im wahrsten Sinne des Wortes“, so Masouras, dem der Abschied von Omonia offenbar nicht leicht fiel: „Es war nicht meine Priorität, den Verein zu verlassen, aber so ist der Fußball.“
Andere Angebote aus Griechenland
Schon jetzt kündigt er eine Rückkehr an: „Ich habe es bereits öffentlich gesagt: Mein Kapitel bei diesem Verein ist noch nicht abgeschlossen. Ich möchte eines Tages zu meiner Familie zurückkehren.“
Das Interesse aus Nürnberg scheint dabei erst relativ spät konkret geworden zu sein. „Es gab einige Gespräche meines Beraters mit Nürnberg, aber bis Ende Mai nichts Offizielles. Dann kam das offizielle Angebot und ich habe es angenommen“, erklärt Masouras.
Auch andere Vereine aus Griechenland hätten sich um den Außenverteidiger bemüht. Der ehemalige griechische U21-Nationalspieler stellt jedoch klar: „Aus Griechenland gab es Interesse, aber ich hatte nicht vor, Omonia zu verlassen, um nach Griechenland zurückzukehren. Was Zypern betrifft: Für mich gibt es keinen anderen Verein. Ich habe mit keinem anderen Klub Gespräche geführt, weil ich nicht zu einem anderen Verein auf Zypern wechseln wollte.“
Wie beim FCN: viele Talente in Nikosia
Nicht nur aufgrund seines sportlichen Profils, sondern auch wegen seiner Rolle als erfahrener Spieler in einer jungen Mannschaft könnte Masouras gut zum FCN passen. Schließlich dürfte ihn in Nürnberg eine ähnliche Situation erwarten.
„Talente hervorzubringen ist immer ein Vorteil für einen Verein. Man braucht aber auch die richtigen Menschen, die diese Talente erkennen und fördern“, weiß er aus seiner Zeit bei Omonia und hebt dabei die Verantwortlichen rund um Trainer Henning Berg hervor.
„Ich habe in meiner Karriere mit vielen Trainern gearbeitet, aber immer hat etwas gefehlt. Berg ist nicht nur ein Top-Trainer, sondern auch ein Mensch, der immer an deiner Seite steht – egal ob du spielst oder nicht. Er weiß immer, wie er aus jedem Spieler 100 Prozent herausholen kann.“
Masouras‘ Botschaft für junge Spieler
Dass sich Giannis Masouras trotz seiner bislang wohl besten Saison und all der positiven Begleiterscheinungen für einen Wechsel entschied, spricht auch für seinen Ehrgeiz, den er künftig beim 1. FC Nürnberg einbringen möchte.
„Hört niemals auf zu träumen und verfolgt eure Träume, bis ihr sie erreicht habt. Es braucht harte Arbeit, Opfer und Disziplin. Aber nur so kann man dorthin gelangen, wo man hinmöchte“, lautete seine Botschaft an junge Spieler – von denen er am Valznerweiher künftig einige antreffen wird.


