Wird der FCN-Kader besser als gedacht? „Käufe, die man so nicht geplant hat“

Kann der 1. FC Nürnberg zum Ende des Transferfensters nochmal so richtig zuschlagen?

1. FC Nürnberg FCN News Analyse CLUBFOKUS Joti Chatzialexiou Julian Justvan
Foto: DO IT NOW Media

Wie groß wird der FCN-Umbruch?

Es ist wie in jedem Jahr die große Sommerfrage beim 1. FC Nürnberg: Wie wird der Kader aussehen, wenn das Transferfenster am 1. September schließt?

Bereits jetzt steht fest: Wie auch in den Vorsaisons wird der FCN nicht darum herumkommen, Leistungsträger abzugeben. „Mit Sicherheit wird es so sein, dass Begehrlichkeiten da sind und wir auch den ein oder anderen Spieler verkaufen werden“, weiß Joti Chatzialexiou, dessen Ziel es dennoch bleibt, den Umbruch diesmal vergleichsweise kleiner ausfallen zu lassen.

FCN hat „ein paar Eisen im Feuer“

Nichtsdestotrotz bleibt der FCN weiterhin ein Verein, der bei Angeboten nicht kategorisch „Nein“ sagen kann. Heißt: Ab einer gewissen Summe dürften Verkäufe kaum zu verhindern sein.

Allerdings könnten ehemalige Spieler dem Club dabei helfen, einerseits die eigenen Schmerzgrenzen bei Ablösesummen anzuheben und andererseits zusätzliches Budget für neue Transfers zu generieren. „Da haben wir Gottseidank noch ein paar Eisen im Feuer“, sagt Chatzialexiou.

FCN-Kader am Ende stärker als gedacht?

Gemeint sind Weiterverkaufsbeteiligungen an Spielern, die der FCN in den vergangenen Jahren verkauft hat – darunter Caspar Jander, Nathaniel Brown, Finn Jeltsch oder auch Can Uzun. Bei möglichen Transfers dieser Spieler wäre Nürnberg teilweise angeblich sogar mit mehr als zehn Prozent beteiligt und könnte im Idealfall mehrere Millionen Euro einnehmen.

„Sie könnten uns vielleicht auch noch einmal eine andere Freiheit geben, Käufe zu tätigen, die man so nicht geplant hat“, erklärt der Sportvorstand.

Die Folge: Dem FCN könnte plötzlich deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen, um den Kader noch gezielter zu verstärken, als es ursprünglich möglich gewesen wäre.

Neue Möglichkeiten Ende August?

Verlassen dürfen sich Chatzialexiou und Co. darauf allerdings nicht. Schließlich hängt vieles davon ab, wie andere Vereine mit ehemaligen Nürnbergern planen – auch wenn vor allem Jander und Brown als heiße Transferkandidaten für diesen Sommer gelten.

Doch gerade aufgrund der anstehenden Weltmeisterschaft könnten viele Transfers erst spät ins Rollen kommen, wie Chatzialexiou selbst bereits andeutete. Insofern könnten sich für den 1. FC Nürnberg womöglich erst gegen Ende August nochmal ganz neue – und bislang „so nicht geplante“ – Möglichkeiten auf dem Transfermarkt ergeben.