FCN-Partner sorgt für nächsten Sensationstransfer

Weltweit herausstechend – bald auch beim 1. FC Nürnberg?

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Foto: DO IT NOW Media

FCN setzt weiter auf JTA

„Wir sind da also noch lange nicht am Ende“, sagte Joti Chatzialexiou im Winter auf FCN.de über die Zusammenarbeit zwischen dem 1. FC Nürnberg und Jamestown Analytics. Demnach wolle man an diesem „laufenden Prozess“ weiterarbeiten und ihn „optimieren“. Entsprechend wurde die exklusive Kooperation mit dem Datenscouting-Partner über die abgelaufene Saison hinaus verlängert. Schließlich sollen dem FCN künftig noch mehr Transfers wie jener von Mohamed Ali Zoma gelingen.

Nächster „Sensationstransfer“

Bei einem anderen Klub, bei dem Jamestown Analytics bereits seit mehreren Jahren aktiv ist, sorgt nun der nächste Transfer für Aufsehen. Nachdem im Winter bereits der damals weitgehend unbekannte Mateo Biondić von der Regionalliga zum Champions-League-Teilnehmer Union Saint-Gilloise wechselte, scheinen die Datenexperten nun erneut einen außergewöhnlichen Spieler für den belgischen Vizemeister ausfindig gemacht zu haben.

Diesmal soll es sich um Nikki Havenaar handeln. Der 31-jährige Innenverteidiger steht aktuell noch beim österreichischen Bundesligisten SV Ried unter Vertrag und wäre schon allein aufgrund seines Karrierewegs ein bemerkenswerter Transfer. Denn der zwei Meter große Japaner kommt bislang lediglich auf 59 Erstligaeinsätze – überwiegend in der Schweiz und zuletzt in Österreich.

Nun könnte „Mister Zweikampf“, der bislang internationale Erfahrung aus zwei Europa-League-Qualifikationsspielen vorweisen kann, künftig womöglich gegen Real Madrid, den FC Bayern oder andere europäische Topklubs antreten. „Sensationstransfer vor Abschluss“, schrieb Sky-Reporter Eric Niederseer auf X. Bei noch einem Jahr Restvertrag ist eine Ablöse fällig.

Weltweit herausragender „No Name“

Rein datentechnisch sticht Havenaar allerdings tatsächlich heraus – sogar weltweit. Laut Wyscout führte der Abwehrhüne unter mehr als 13.000 Spielern mit mindestens 1.000 Einsatzminuten in allen erfassten Herrenwettbewerben die Statistik der geführten Luftzweikämpfe an – mit fast 16 pro 90 Minuten.

Bemerkenswert ist zudem sein Offensivoutput: Obwohl er Innenverteidiger ist, war Havenaar in 97 Pflichtspielen für den SV Ried an 30 Treffern direkt beteiligt. 15 seiner 18 Treffer erzielte er per Kopf, keinen einzigen per Elfmeter. Eine außergewöhnliche Quote für einen Abwehrspieler.

Auch beim FCN bald ein „No Name“?

Der mögliche Havenaar-Transfer zeigt einmal mehr, wie kreativ Transfers mithilfe von Jamestown Analytics ausfallen können. Spieler, die zunächst kaum jemand auf dem Schirm hat, wirken auf den ersten Blick vielleicht überraschend – erscheinen bei genauerem Hinsehen anhand ihrer Datenprofile aber durchaus erklärbar.

Insofern dürfte spannend werden, welcher vermeintliche „No Name“ in diesem Sommer möglicherweise noch am Valznerweiher landet – und die Fans zunächst vielleicht weniger euphorisiert, sich im Nachhinein aber als Volltreffer entpuppen könnte.