FCN: Tom Baack und der sich schließende Kreis gegen Hannover

Zum Abschied vom 1. FC Nürnberg könnte der Mittelfeldspieler nochmal in den Mittelpunkt rücken.

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Foto: DO IT NOW Media

Schwere Aufgabe

Der 1. FC Nürnberg verlor von den vergangenen acht Partien nur eine einzige. In diesem Zeitraum holte der FCN mit 15 Zählern sogar einen mehr als der kommende Gegner Hannover 96. Dennoch ist die Favoritenrolle für den letzten Spieltag beim Aufeinandertreffen beider Teams in der Heinz von Heiden Arena klar zugunsten der Niedersachsen verteilt.

Die Mannschaft von Christian Titz ist schließlich das beste Rückrundenteam und kämpft noch um den Aufstieg. Mit 59 Zählern ist man punktgleich mit dem Tabellenzweiten aus Elversberg, aber auch mit den viertplatzierten Paderbornern. Für Hannover geht es somit noch um alles.

Der nette Nebeneffekt

Schwer wiegt auf Nürnberger Seite sicherlich der Ausfall von Adam Markhiyev, den FCN-Trainer Miroslav Klose als „Herzstück“ bezeichnet. Der 47-Jährige monierte zudem bereits mehrfach in der laufenden Spielzeit, dass seine Mannschaft nur dann ihr Maximum erreicht, wenn sie unter Druck steht. Auch wenn man in den vergangenen Wochen dennoch gut punktete, besteht diese theoretische Gefahr in Hannover erneut.

Ein Spieler, dem es am letzten Funken Motivation nicht fehlen dürfte, ist Tom Baack. Der ehemalige Verler wird sich nach der Saison dem SC Paderborn anschließen. Sollte der Club gegen 96 punkten, würde Baacks neuer Verein mit einem Sieg in Darmstadt mindestens auf den Relegationsplatz um den Aufstieg in die Bundesliga springen, was für den Mittelfeldspieler zweifelsfrei ein netter Nebeneffekt wäre.

Nochmal Hannover

„Es kommen Rabby und Tom infrage, beide haben die Position schon gespielt. Es ist eine 50:50-Entscheidung“, sind sowohl Baack als auch Nzingoula Kandidaten, Markhiyev von Beginn an zu ersetzen. Für Baack würde sich durch einen Startelfeinsatz auch ein kleiner Kreis schließen.

Schließlich durfte er im Hinspiel erstmals überhaupt in einem Pflichtspiel für den Club von Beginn an auflaufen – auch damals fehlte Markhiyev, am Ende gewann der FCN mit 2:1. Baack lieferte dabei mit Ball ein relativ unspektakuläres Spiel ab, war aber als Dauerläufer und mit einem guten Timing im Spiel gegen den Ball dennoch ein wichtiger Faktor für den Erfolg.

Viel verteidigen

Exakt das wird auch am Sonntag gefragt sein. Hannover ist schließlich das Team mit dem meisten Ballbesitz (57%), spielt die meisten Pässe und verzeichnet die beste Passquote (86%). Der Club wird entsprechend viel verteidigen müssen – interessant wird, wie hoch man dies tun wird. In den bisherigen Partien zwischen Miroslav Klose und Christian Titz entschied sich der Nürnberger Trainer zumeist für einen relativ defensiven Matchplan, zuletzt presste man hingegen im Mann-gegen-Mann relativ hoch.

Das würde gegen die Niedersachsen aber auch einige Gefahren mit sich bringen, da die Titz-Elf ihr Spiel sehr breit anlegt und viele Eins-gegen-eins-Situationen mit ihren starken Dribblern sucht. Gleichzeitig wird sich auch der FCN vielen gegnerischen Mannorientierungen in der Defensive gegenübersehen, die man beispielsweise durch das Tempo von Mohamed Ali Zoma für sich nutzen könnte.

Es wird in jedem Fall ein Spiel sein, in dem der Druck ganz klar auf der Seite des Nürnberger Gegners liegen wird. Selbst kann man mit einem Sieg den achten Platz perfekt machen, anderenfalls könnte es der neunte Rang in der Endabrechnung werden.