Große Unterschiede
Der 1. FC Nürnberg wird in der kommenden Spielzeit in seine achte Zweitligasaison in Folge gehen. Niklas Süle hingegen wird seine Profikarriere bei Borussia Dortmund nach dieser Saison beenden. Der FCN und der 30-Jährige bewegten sich in den vergangenen Jahren in sehr unterschiedlichen Sphären.
Während der Club nicht über Zweitligamittelmaß hinauskam, gewann der 49-fache deutsche Nationalspieler unter anderem fünfmal die deutsche Meisterschaft, die Champions League und war sowohl bei der TSG Hoffenheim als auch beim FC Bayern München und Borussia Dortmund über viele Jahre Stammspieler.
Fast gewechselt
Was Süle und der FCN miteinander zu tun haben? Gar nicht so viel – zumindest in den vergangenen Jahren. Das wäre 2010 jedoch beinahe anders verlaufen. Wie die Sport Bild schreibt, stand der gebürtige Frankfurter damals kurz vor einem Wechsel aus der Jugend des SV Darmstadt ins Frankenland.
Der damals 14-Jährige war sich mit dem Club bereits über einen Transfer einig. Dieser scheiterte lediglich daran, dass Süle an der mit dem FCN kooperierenden Bertolt-Brecht-Schule keinen Platz erhielt, weshalb seine Eltern ihr Veto einlegten.
Was wäre, wenn?
Wie sich die Zukunft im Fall der Fälle entwickelt hätte, ist natürlich ungewiss. Kurioserweise war Süle in Nürnberg als Stürmer eingeplant und sollte auf dieser Position weiter ausgebildet werden. Auch in Hoffenheim, wohin er stattdessen wechselte, sah man ihn zunächst in der Offensive. Erst weil in der U15 der Kraichgauer mehrere Innenverteidiger ausfielen, wurde Süle dort benötigt und entwickelte sich schnell zum Leistungsträger auf jener Position, die er später als Profi viele Jahre auf höchstem Niveau spielte.
Ein Wiedersehen mit dem 1. FC Nürnberg gab es später dennoch in drei Pflichtspielen. Einmal trat er mit Hoffenheim gegen den Club an – und verlor mit 0:4. Mit den Bayern gewann er einmal und spielte einmal Unentschieden.


