Klose erwartet Angebote für FCN-Spieler & nimmt Chatzialexiou in die Pflicht

Den 1. FC Nürnberg erwarten im Transfersommer „intensive Gespräche“.

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Foto: DO IT NOW Media

„Müssen in Gespräche gehen“ – FCN erwartet Angebote

Luka Lochoshvili, Adam Marhkiyev oder auch Mohamed Ali Zoma – die Liste an Spielern des 1. FC Nürnberg, die in dieser Saison mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machen konnten, ließe sich noch weiter fortführen. Insofern dürfte es nicht allzu überraschend sein, wenn auch in diesem Sommer wieder einige FCN-Profis ins Visier anderer Vereine geraten.

Entsprechend stellt sich Miroslav Klose nach dieser Saison auf Angebote für seine Schützlinge ein, wie er nach dem jüngsten 3:0-Heimsieg über den FC Schalke 04 verriet: „Ich bin ziemlich sicher, dass da was kommen wird für den ein oder anderen“, so der 47-Jährige. Davor, dass nicht jeder Stammspieler zu halten sein wird, verschließt auch der Trainer nicht die Augen: „Dann müssen wir in die Gespräche gehen und unsere Schmerzgrenze definieren, wie wir es letztes Jahr auch gemacht haben.“

Entscheidung liegt bei den Spielern – Preis ebenfalls entscheidend

Dass Spieler heutzutage im Vergleich zu früher den nächsten Schritt oft früher gehen, will Klose nicht pauschal bewerten. Während der eine sich möglicherweise in Nürnberg weiterentwickeln möchte, sieht der andere in einem Angebot eine einmalige Chance.

„Da können wir über viele Sachen diskutieren. Aber letztendlich liegt es nicht an mir, das zu entscheiden. Sondern das ist jeder Spieler. Da ist auch jedem frei zuzugestehen, wie er das dann entscheiden möchte“, so der Weltmeister von 2014.

Nichtsdestotrotz bleibt Kloses Hoffnung bestehen, den Kader möglichst zusammenzuhalten – wie er es Joti Chatzialexiou in der Vergangenheit schon mehrfach, teilweise auch öffentlich, mitgeteilt hatte: „Das weiß Joti. Wir reden oft und lange genug in den Sitzungen. Das ist absolut unser Ziel.“

Gleichzeitig weiß das sportliche Führungsduo des FCN aber auch: „Wir sind beide Realisten. Wir wissen, dass was kommen wird“, erwartet der WM-Rekordtorschütze „intensive Gespräche“: „Es kommt natürlich immer auf den Preis an.“

Klose nimmt Chatzialexiou in die Pflicht

Zwischen den Zeilen nimmt Klose dabei auch seinen Sportvorstand in die Pflicht: „Wenn wir unsere Hausaufgaben gemacht haben, dann muss, wenn das eine passiert, das andere bisschen schneller gehen.“

Heißt wohl: Sollte der FCN Spieler verkaufen, fordert der Trainer, dass mögliche Nachfolger bereits ausfindig gemacht wurden und dementsprechend zeitnah verpflichtet werden können. Im vergangenen Sommer pokerte Chatzialexiou noch bis kurz vor Transferschluss um den Verkauf von Caspar Jander, wodurch erst spät weitere Transfers ermöglicht wurden.

Wie die kommende Transferphase beim 1. FC Nürnberg letztlich verlaufen wird, ist kurz vor Ende der laufenden Saison noch offen. Schon jetzt deutet jedoch vieles darauf hin, dass am Valznerweiher erneut ein spannender Sommer bevorsteht.