Wechsel nach vielen Einsätzen
Tom Baack spielte in der Hinrunde lange Zeit gar keine Rolle beim 1. FC Nürnberg. In der Rückrunde etablierte er sich jedoch zwischenzeitlich als Stammspieler und durfte achtmal in Folge von Beginn an für den FCN auflaufen, ehe er gegen Bielefeld, Magdeburg und Fürth immerhin als Joker zum Einsatz kam.
Umso überraschender war es, als zunächst Sky davon berichtete, Baack würde den Club nach der Saison schon wieder verlassen. Der Mittelfeldspieler wechselt ablösefrei zum SC Paderborn und wurde entsprechend auch beim letzten Nürnberger Heimspiel gegen den FC Schalke 04 vor der Partie verabschiedet.
Nicht im Kader
Nachdem Baack seit dem 22. Spieltag immer zum Einsatz kam, fehlte er beim 3:0-Erfolg der Franken gänzlich im Kader. Ob sein Trainer Miroslav Klose diese Entscheidung traf, weil er von Baacks Entscheidung gegen den FCN enttäuscht war? „So kann ich das nicht sagen“, dementiert der Weltmeister, der „während der Woche einige Gespräche“ mit dem ehemaligen Verler führte.
Stattdessen wollte er beispielsweise Rabby Nzingoula die Bühne geben, der ebenfalls verabschiedet und eingewechselt wurde. „Rabby wurde auch verabschiedet, Marko Soldic wollte ich nicht rausnehmen“, erklärt Klose.
Verständnis von Baack
„Und da er nächstes Jahr nicht mehr da ist, habe ich mich dann gegen ihn entschieden“, argumentiert der 47-Jährige. So wie Baack sich schon die gesamte Saison über als Teamplayer gab – auch in Phasen, in denen er kaum zum Einsatz kam – reagierte er offensichtlich auch auf die Entscheidung seines Trainers: „Er hat das total verstanden.“
Man darf gespannt sein, ob der 27-Jährige in der kommenden Woche bei Hannover 96 wieder zum Kader gehört. Schließlich könnte der Club mit einem Punktgewinn Baacks neuem Verein Paderborn die Chance geben, mit einem Sieg noch mindestens den Relegationsplatz für den Aufstieg in die Bundesliga zu erreichen – was ganz im Interesse des Noch-Nürnbergers sein dürfte.


