Chatzialexiou gibt zu: Das fehlt dem FCN-Kader (zum Aufstieg)

Für ganz oben soll es beim 1. FC Nürnberg trotz dieser Erkenntnis noch nicht reichen.

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Foto: DO IT NOW Media

Versöhnliches Saisonende für den FCN?

Nach einer durchwachsenen Saison ist der 1. FC Nürnberg nun auf gutem Weg, sich doch noch versöhnlich in die Sommerpause zu verabschieden. Der jüngste 3:0-Erfolg über Schalke 04 bedeutete das vierte Spiel ohne Niederlage. Ohnehin verlor der FCN nur eines der letzten acht Partien – wenngleich darunter nur wenige vollends überzeugende Leistungen waren.

Nichtsdestotrotz ist dem Club einen Spieltag vor Schluss ein einstelliger Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen. Mit Rang acht wäre sogar die beste Platzierung seit dem Bundesligaabstieg 2019 möglich.

FCN erneut keine Rolle im Aufstiegskampf

Allerdings war der Club auch in dieser Saison dem Abstiegs- deutlich näher als dem Aufstiegskampf und konnte den Klassenerhalt erst vor zwei Wochen perfekt machen. Doch was fehlt dem FCN, um künftig auch mal wieder um die obersten Plätze mitzuspielen?

Hierzu nahm Joti Chatzialexiou während der Live-Übertragung des Heimspiels gegen Schalke am Sky-Mikrofon Stellung: „Es sind in dieser 2. Liga, die unberechenbar ist, Nuancen, die am Ende entscheiden, ob du ein Spiel gewinnst oder verlierst.“

Das fehlt dem FCN

Defensiv sieht der Sportvorstand den FCN mit Luka Lochoshvili und Fabio Gruber bestens aufgestellt: „Zwei Granaten, ein Traumduo für unsere Verhältnisse.“ Verbesserungspotenzial erkennt der 50-Jährige hingegen in der Offensive: „Ich glaube, was uns wirklich fehlt, ist nochmal neben Momo [Zoma] jemand, der zweistellig trifft. Das brauchst du, um am Ende aufzusteigen.“

Tatsächlich waren die Franken in dieser Saison sehr abhängig davon, dass der zwölfmalige Torschütze traf. Dahinter konnte keiner der vielen Neuzugänge für das Sturmzentrum liefern. So kommen Zomas Kollegen um Piet Scobel, Adriano Grimaldi, Semir Telalovic, Mickael Biron, Artem Spanov und Noah Maboulou zusammen lediglich auf drei Ligatore.

Schalke als Vorbild

Das kann man durchaus als Eingeständnis Chatzialexious verstehen, dass der Kader auf dieser Schlüsselposition nicht optimal besetzt wurde. Diesbezüglich blickt der ehemalige DFB-Funktionär auch zum Aufsteiger Schalke, dessen Mischung aus defensiver Stabilität und offensiver Effizienz er als entscheidend ansieht: „Das glaube ich, ist ein Schlüssel, um aufzusteigen.“

FCN-Zukunft weiter ungewiss?

Dass es dem 1. FC Nürnberg bereits in der kommenden Saison gelingt, diese Voraussetzungen zu erfüllen und ernsthaft um den Aufstieg mitzuspielen, sieht Chatzialexiou offenbar dennoch nicht. Zwar soll der FCN sich weiterentwickeln und „in der kommenden Saison eine Rolle spielen“. Allerdings wohl noch „nicht oben“, wie er selbst sagt.

Aussagen, die zunächst wenig ambitioniert klingen, aber höchstwahrscheinlich auch darauf zurückzuführen sind, dass aktuell noch völlig offen ist, wie der Nürnberger Kader in der kommenden Saison aussehen wird. Schließlich ist keinesfalls sicher, ob die „zwei Granaten“ in der Innenverteidigung dem Club über den Sommer hinaus erhalten bleiben.