FCN: Top-Sprinter Koudossou nimmt Fahrt auf

Auch dank „besserer Abstimmung“ zeigt der Rechtsverteidiger einen klaren Schritt nach vorne.

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Foto: DO IT NOW Media

Unglücklicher Start

Relativ unglücklich verlief die bisherige Zeit von Henri Koudossou beim 1. FC Nürnberg. Zwischenzeitlich fehlte er dem FCN monatelang aufgrund einer Sprunggelenksverletzung. Seit seinem Comeback im März konnte er sich zwar auf Anhieb in die erste Elf zurückkämpfen – dennoch merkte man ihm verständlicherweise an, dass er lange Zeit verletzt zusehen musste. Der vorläufige negative Höhepunkt war das vergangene Nürnberger Heimspiel gegen Dresden, in dem der 26-Jährige ein sehr unglückliches Eigentor zum 0:1 erzielte und auch ansonsten über seine Seite einige Probleme hatte.

Stark verbessert

„Schlüsse gezogen“ habe man aus der 0:2-Niederlage gegen Dynamo, sodass man eine Woche später ein „ganz gutes Spiel“ in Bielefeld absolvierte, wie Koudossou via ClubTV analysierte. Beim 1:1 hatte man zwar mit Ball in der zweiten Halbzeit nur noch sehr wenige Aktionen, aber in der Defensive gestattete man dem Gegner aus dem Spiel heraus nur wenige Chancen: „Ich würde sagen, wir sind besser in die Duelle gekommen. Allein jetzt auf meiner Position kann ich sagen, dass die Abstimmung besser war.“

Gute Leistung

Tatsächlich passierte auch über die rechte Nürnberger Defensivseite wenig, was nicht zuletzt an Koudossou lag. Acht gegnerische Pässe fing er ab, was als Beleg für sein diesmal oft gutes Timing im Nachvorneverteidigen verstanden werden darf – zumal es noch nie mehr im FCN-Trikot waren. Auch in den direkten Duellen war er nur schwer zu besiegen, sodass er sechs Defensivzweikämpfe für sich entschied – was ebenfalls seinen persönlichen Bestwert für den Club bedeutete, wie seine insgesamt 13 Balleroberungen.

Athletisch

Dass er körperlich nach der Verletzung auf einem guten Weg ist und ohnehin diesbezüglich sehr gute Voraussetzungen mitbringt, zeigte nicht zuletzt sein Sprint in der Nachspielzeit, durch den er nach seiner Hereingabe beinahe den Siegtreffer von Rafael Lubach vorbereitet hätte. Insgesamt 24 Sprints zog er bei der Arminia an, was die meisten der Franken bedeutete.

Kombiniert mit der zweitbesten Passquote (83%) seiner Mannschaft kann man insgesamt von einer guten Reaktion des gebürtigen Münchners auf das Spiel gegen Dresden sprechen. Er dürfte gewillt sein, diese Leistung in den verbleibenden Spielen konstant abzurufen – vielleicht auch, um sich bei seinem Stammverein aus Augsburg für die kommende Saison in der Bundesliga zu empfehlen.