Klose verteilt „mehr Komplimente für die 2. Halbzeit“ – FCN verpasst Sieg in Bielefeld

„Wenn wir so weiterarbeiten“ – der Trainer des 1. FC Nürnberg ist guter Dinge, bald die 40-Punkte-Marke zu knacken.

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Foto: DO IT NOW Media

Wenig ansehnliches FCN-Spiel

In einer eher wenig ansehnlichen Partie trennte sich der 1. FC Nürnberg auswärts von Arminia Bielefeld mit 1:1. Exemplarisch für ein Spiel, in dem vor allem der FCN kaum in den Spielfluss kam, stehen auch die Zahlen: Nie verzeichneten die Gäste in der Amtszeit unter Miroslav Klose eine niedrigere Passquote (66%) als an diesem 30. Spieltag. Zudem spielte man nur einmal mehr hohe Pässe (112) – nämlich beim letzten Auswärtsspiel, dem 1:1 bei Eintracht Braunschweig.

„Mehr Komplimente für die zweite Halbzeit“

Insbesondere in der zweiten Halbzeit beschränkte sich der Club – der nach der 40. Minute bis zur Nachspielzeit nur einen einzigen Schuss abgab – fast ausschließlich auf das Verteidigen der knappen Führung, was letztlich nicht aufging. Der Ballbesitz lag nach der Pause bei unter 30%. Nichtsdestotrotz lobte Klose seine Mannschaft für diesen Auftritt: „Ich glaube, ich habe meiner Mannschaft mehr Komplimente für die zweite Halbzeit zu machen als für die erste“, so der FCN-Trainer am Sky-Mikrofon, der seine Spieler „als Team total kompakt und geschlossen“ agieren sah.

„Typisches Zweitligaspiel“

„Weil das ist das, was wir lernen müssen“, so Klose, der erklärt: „Wir müssen leiden. 2. Liga ist halt so. Da musst du vieles wegarbeiten und viel Laufbereitschaft zeigen. Das hat man gesehen: viele Krämpfe, viele Unterbrechungen.“ Insofern sah der 47-Jährige „ein typisches Zweitligaspiel, wenn zwei Mannschaften weiter unten stehen.“

Dennoch sah auch Klose vor der Pause einen aktiveren Club: „In der ersten Halbzeit haben wir frühe Ballgewinne gehabt. Wir haben fünf sehr ordentliche Chancen gehabt – zwei, die mit mehr Zielstrebigkeit und Entschlossenheit reingehen können.“ Tatsächlich verzeichnete der FCN schon in dieser Phase weniger Ballbesitz als die Arminia, verteidigte jedoch deutlich aktiver, ließ das Spiel der Gastgeber ideenlos wirken und setzte offensiv immer wieder Nadelstiche.

„Wenn wir so weiterarbeiten“

Dass durch das Remis auf der Bielefelder Alm nun noch zwei Punkte bis zur 40-Punkte-Marke fehlen, stimmt Klose nicht bedenklich: „Wenn wir so weiterarbeiten, wie wir heute das Spiel bestritten haben, dann glaube ich, dass wir die einfahren“, zeigt er sich zuversichtlich. „Aber das ist nicht selbstverständlich in der zweiten Liga. Wir müssen auch wieder gegen Magdeburg zuhause ein anderes Gesicht zeigen. Nur dann können wir Punkte einfahren“, will er sich auf „die Rechnerei vor dem Spiel“ aber nicht einlassen.