Saisonziel verfehlt – Zweitligist verkündet Trainerentscheidung

Keine gute Nachricht für den 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga.

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Foto: DO IT NOW Media

Aufstieg kein Thema

Als der 1. FC Nürnberg Anfang März sein Auswärtsspiel bei Hertha BSC mit 1:2 verlor, war es das erste Spiel der Berliner, nachdem die Rückkehr in die Bundesliga bereits abgehakt worden war. Nach der 2:5-Klatsche in der Vorwoche beim SC Paderborn war ein Tabellenplatz unter den ersten drei kein Thema mehr: „Wir brauchen nicht mehr über den Aufstieg sprechen“, äußerte sich der BSC-Trainer am Sky-Mikrofon.

Saisonziel scheint verfehlt

Ausgerechnet danach folgte eine Serie – beginnend mit dem Sieg gegen den FCN – von 13 Punkten aus fünf Spielen. Doch die jüngste 0:1-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern beendete die wieder aufgekommenen Aufstiegsträume.

Fünf Spieltage vor Schluss beträgt der Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz sechs Punkte – das Ziel Wiederaufstieg scheint damit verfehlt.

Geschäftsführer verkündet Entscheidung

Wenig überraschend gerät dadurch einmal mehr die Trainerpersonalie in den Fokus. Schließlich konnte Stefan Leitl neben der tabellarischen Situation mit seiner Mannschaft auch spielerisch nur selten überzeugen – laut den Expected Points von Opta stünde Hertha sogar nur auf Rang 13.

Eine Saison, die die Berliner zu einem erneuten Trainerwechsel bewegt? Auf die Frage, ob Leitl bleiben dürfe, entgegnet Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich im FAZ-Interview:

„Ja. Es ist meine Führungsverantwortung, zu fragen: Was ist es wert, das Alte zu ersetzen? Diesem Verein tut in seiner Wankelmütigkeit Kontinuität gut. Aber Kontinuität ist nicht mit Mutlosigkeit zu verwechseln. Diese Gesamtorganisation muss sich daran gewöhnen, dass wir kompetitiver werden“, so der 59-Jährige.

Auch Sportdirektor Benjamin Weber soll an Bord bleiben.

Keine gute Nachricht für FCN

Somit dürfte es auch in der kommenden Saison zum Aufeinandertreffen zwischen dem 1. FC Nürnberg und Stefan Leitls Hertha kommen – was grundsätzlich keine gute Nachricht für den Club ist.

Denn in 14 Spielen konnte der FCN noch kein einziges Mal ein von Leitl trainiertes Team schlagen – stattdessen gewann der 48-Jährige achtmal.