Spielentscheidende Szene bei FCN gegen Dynamo?
Auch wenn der 1. FC Nürnberg bei der 0:2-Heimniederlage gegen Dynamo Dresden eine schwache Leistung zeigte und nicht unverdient verlor, hätte die Partie auch ganz anders verlaufen können. Schließlich sorgte eine Szene in der 35. Minute – beim Stand von 0:0 – für viel Aufregung. FCN-Angreifer Mohamed Ali Zoma setzte sich im Zweikampf mit SGD-Innenverteidiger Julian Pauli durch, wurde jedoch vom letzten Mann zu Fall gebracht.
Ex-Schiri Gräfe sieht „fußballerische Fehleinschätzung“
Kein Foul entschied Schiedsrichter Felix Bickel, auch der Video-Assistent griff nicht ein. Eine Fehlentscheidung, wie es Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe via X einschätzte: „Klar Foul & Rot! Zwingender VAR-Eingriff notwendig“, so die klare Meinung des 52-Jährigen. „Ich vermute, weil er kurzzeitig beide halten sieht, dass er nicht von einer glasklaren Fehlentscheidung ausging. Aber das ist natürlich eine fußballerische Fehleinschätzung.“
Dass auch Zoma – ebenso wie Pauli – kurz gehalten haben soll, ändert nichts an Gräfes Einschätzung, wie er erklärt: „Der Stürmer ist schneller, der Verteidiger beginnt das Halten, indem er sich einhakt & und selbst wenn der Stürmer ganz kurz in der Bewegung mithält, will der Stürmer sich schnell wieder lösen, aber der Verteidiger hält ihn weiter und zieht ihn runter, weil er das Laufduell verliert.“ Insofern hätte die Entscheidung laut Gräfe „Foul und Rot“ lauten müssen.
Klose richtet Blick auf eigene Leistung
Eine Einschätzung, die dem FCN im Nachgang der Partie nicht hilft – und die schwache Leistung auch nicht kaschiert. Miroslav Klose wollte sich auf der Pressekonferenz jedenfalls nicht auf die Schiedsrichterleistung einschießen: „Das ist immer so bei 50:50-Entscheidungen. Natürlich kann man das auch anders pfeifen. Aber da jetzt die Schuld beim Schiedsrichter zu suchen – da bin ich immer der allerletzte.“
Stattdessen richtet der Trainer den Fokus auf die eigene Leistung und wird deutlich: „Ich bin davon überzeugt, dass auch wenn wir mit einem Mann mehr gespielt hätten, wäre es heute schwer geworden, so wie wir gespielt haben.“


