Klose hat im FCN-Training „alles gefehlt“

Mit einer Mannschaft war der Trainer des 1. FC Nürnberg überhaupt nicht zufrieden – das wirkt sich auch auf die fehlende Konstanz aus.

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Thema Konstanz

Gute Halbzeiten und schlechte Halbzeiten wechselten sich beim 1. FC Nürnberg in dieser Saison nicht gerade selten ab. „Es war weitgehend in dieser Saison so, dass wir verschiedene Halbzeiten gespielt haben“, sagt auch FCN-Trainer Miroslav Klose. Zwar erkennt der 47-Jährige, dass sich seine Mannschaft dahingehend „gebessert hat“, bezeichnet die zweite Halbzeit beim 1:1 in Braunschweig diesbezüglich aber als einen „Rückschlag“.

Auf die gesamte Spielzeit bezogen gelang es dem Club tatsächlich nur in sechs von 28 Spielen, sowohl in der ersten als auch zweiten Halbzeit einen höheren Expected-Goals-Wert als der Gegner zu verzeichnen. „Wenn ich das wüsste, würde ich es natürlich auch entsprechend schnell lösen“, ist sich Klose der Thematik bewusst.

Training entscheidend

„Da habe ich auch heute noch zur Mannschaft gesprochen, weil mir das Training gestern nicht so gefallen hat“, sieht der Coach auch die Einheiten während der Woche als Basis für konstante Leistungen: „Dementsprechend ist das auch ein Prozess bei einer jungen Mannschaft. Es wäre natürlich umso schöner, wenn da auch bei den Jungs schon die Konstanz da wäre. Aber das ist nicht der Fall, und daran arbeiten wir.“

Unzufriedener Klose

Was dem Weltmeister von 2014 beim Training am Mittwoch so missfallen hat, war die Leistung eines Teams: „Eine Mannschaft hat sich abschlachten lassen. Das kann nicht sein. Das darf bei uns nicht passieren.“ Den Spielern teilte der Trainer das auch entsprechend klar mit: „Da hat mir alles gefehlt – von Kommunikation über Miteinander bis hin dazu, sich dagegen zu wehren. Stattdessen haben sie sich einfach ergeben.“

Um in Zukunft über noch längere Phasen eine überzeugende Performance abliefern zu können, möchte der ehemalige DFB-Stürmer „viele Gespräche“ führen. „Viele verschiedene Charaktere, die auf dem Platz stehen“, machen die Sache nicht zwingend leichter. Dass man den Wunsch nach Konstanz in dieser Saison noch nachhaltig befriedigen wird, erscheint ohnehin unwahrscheinlich. Im Blick auf die kommende Spielzeit dürfte es jedoch umso wichtiger werden.