Verletzungssorgen beim FCN
Eigentlich hätte Miroslav Klose nach dem überzeugenden 3:0-Sieg des 1. FC Nürnberg über den 1. FC Kaiserslautern wenig Gründe, etwas an seiner Startelf zu verändern. Doch nach der Länderspielpause plagen den FCN-Trainer die ein oder anderen Sorgen, was die Fitness seiner Spieler angeht.
Adam Markhiyev muss beispielsweise eine lange Rückreise von der finnischen Nationalmannschaft aus Neuseeland verkraften. Zudem kämpfen die am Valznerweiher gebliebenen Akteure Adriano Grimaldi und der zuletzt gut aufgelegte Piet Scobel mit Verletzungsproblemen.
Biron & Maboulou keine Option?
Bei beiden Stürmern handelt es sich zwar um keine schwerwiegenden Verletzungen, ein Einsatz am 28. Spieltag in Braunschweig ist jedoch ungewiss, wie den Aussagen Kloses auf der Spieltagspressekonferenz zu entnehmen war.
Insofern stellt sich die Frage, wer im Falle eines Ausfalls neben Mohamed Ali Zoma stürmen könnte. Während Mickael Biron ohnehin keine Option mehr ist, scheint auch Noah Maboulou aktuell nicht besonders hoch in der Gunst Kloses zu stehen. Denn das Spiel des 21-jährigen Franzosen gegen den Ball wurde zuletzt mehrfach kritisch bewertet.
Schattenstürmer Justvan?
Dementsprechend wäre es nicht unwahrscheinlich, dass der Club auf eine ähnliche offensive Anordnung wie beim 3:2-Sieg bei Holstein Kiel zurückgreift. Damals verzichtete Klose zum bislang einzigen Mal in dieser Rückrunde auf einen klassischen Zielspieler und ließ mit Maboulou, Scobel und Grimaldi gleich drei Angreifer zunächst auf der Bank. Stattdessen übernahm Julian Justvan eine sehr freie Rolle im Schatten von Zoma.
Doppelpack in Kiel
Und das mit Erfolg: In der Anfangsphase spielte die Klose-Elf ansehnlichen Fußball und schaffte es, ihren „Schattenstürmer“ in Szene zu setzen. Nach nur 22 Minuten führten die Franken bereits mit 2:0 – beide Treffer erzielte Justvan, der jeweils im Stil eines echten Stürmers eiskalt abschloss. Zudem brillierte Zoma mit einem Tor, einer Vorlage und seinen Qualitäten als Wandspieler.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt dieser Aufstellung: Durch das Nach-vorne-Ziehen Justvans konnte auch Rafael Lubach in einer offensiveren Mittelfeldrolle eingebaut werden. Ein Ansatz, der auch für das Spiel in Braunschweig wieder denkbar erscheint.
Elf Rückrundentore durch Duo
„Noch zwei Tage und dann schauen wir, ob sie am Sonntag fit werden“, sagte Klose am Donnerstag auf der Pressekonferenz. Sollte Scobel dem 1. FC Nürnberg beim Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig tatsächlich fehlen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass Klose erneut auf das Duo Zoma-Justvan setzt – das gemeinsam immerhin mehr als die Hälfte (11) der 19 Rückrundentore des FCN erzielte.


