Klose langfristig beim FCN
Die Saison 2025/2026 neigt sich für Miroslav Klose und den 1. FC Nürnberg mit dem 28. Spieltag und dem Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig bereits dem Ende zu. Das heißt: seit fast zwei Jahren ist Klose beim FCN – eine heutzutage schon überdurchschnittlich lange Amtszeit für einen Trainer im Profifußball. Das zeigt auch der Vergleich mit seinen Kollegen in der 2. Bundesliga: Nur Christian Eichner beim KSC und Mitch Kniat bei Arminia Bielefeld sind bei ihren Vereinen länger tätig als Klose beim FCN.
Die Zusammenarbeit soll auch noch weit über die ersten beiden Saisons hinausgehen. Schließlich verlängerten der WM-Rekordtorschütze und der neunfache deutsche Meister im Februar seinen auslaufenden Vertrag.
Trainerjob macht Klose Spaß
Dabei betonte Klose, wie wohl er sich in Nürnberg fühlt und wie „dankbar“ er für das in ihn gesetzte Vertrauen ist: „Der Club und die Menschen, die so viel für diesen besonderen Verein geben, sind mir in der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen.“
Ohnehin bereitet dem ehemaligen DFB-Stürmer die Arbeit als Trainer große Freude, wie er schon vor gut einem Jahr erklärte: „Ich bin begeistert“, lautete damals sein Zwischenfazit zur Arbeit in der 2. Bundesliga. „Weil das so viel Spaß macht“, habe er sich nach seiner aktiven Karriere für den Trainerjob entschieden. Vor seiner Zeit in Nürnberg arbeitete Klose beim SCR Altach, in der Jugend des FC Bayern und als Co-Trainer beim DFB.
Rückkehr ins Handwerk?
Allerdings konnte sich Klose auch vorstellen, eine ganz andere Richtung einzuschlagen, wie er kürzlich bei Blickpunkt Sport verriet: „Ich habe mir zwei Jahre Zeit gelassen nach der WM 2014 – 2016 habe ich dann aufgehört –, um ein Gefühl zu bekommen: Wo zieht es mich eigentlich hin?“
Als mögliche Wege nannte er Sportdirektor oder Scout – aber auch einen ganz anderen Beruf fernab vom Fußball: „Ich habe ja Zimmermann gelernt. Ich habe überlegt, eine Firma nochmal aufzumachen und in eine ganz andere Richtung zu gehen“.
FCN statt auf dem Dach
Tatsächlich absolvierte der heutige FCN-Trainer vor seiner Karriere als Profifußballer eine Ausbildung zum Zimmermann bis zum Alter von 19 Jahren. Auf die Frage, was er im Vergleich zu seinem damals durchstartenden Sturmtalent Stefanos Tzimas mit 18 Jahren gemacht habe, antwortete der Weltmeister von 2014 in der Vorsaison: „Ich war auf dem Dach“.
Dass es letztlich nicht zu einer Rückkehr in seinen alten Beruf kam, war laut Klose aber schnell entschieden: „Da war wirklich schnell klar, dass ich auf dem Platz stehen und Trainer machen will“, sei es ihm wichtig gewesen, seine eigenen Erfahrungen an junge Spieler weiterzugeben – wie es nun schon seit über 20 Monaten beim 1. FC Nürnberg der Fall ist.


