Comeback nach zwölf Wochen
Während der 1. FC Nürnberg auf Mohamed Ali Zoma verzichten muss, hat ein ehemaliger Club-Profi eine ähnliche Verletzung gerade hinter sich gebracht. Ex-FCN-Mittelfeldspieler Jens Castrop feierte beim 0:0 von Borussia Mönchengladbach gegen den SC Paderborn nach gut zwölf Wochen sein Comeback. Trainer Alexander Blessin wechselte den 23-Jährigen in der 77. Minute ein.
Castrop hatte sich am 5. August im Testspiel gegen Rottach-Egern die rechte Schulter ausgekugelt und musste operiert werden. Bis zu seiner Rückkehr am 31. Oktober vergingen 87 Tage. Zoma hatte es Mitte Oktober in Cottbus an der linken Schulter erwischt. Auch beim Nürnberger Torjäger war anschließend eine Operation notwendig.
Vertrauen in die Schulter ist zurück
„Ich habe es herbeigesehnt“, erklärte Castrop nach seinem ersten Pflichtspieleinsatz der Saison bei GladbachLive. Die wichtigste Erkenntnis betraf dabei die operierte Schulter: „Ich habe volles Selbstvertrauen in die Schulter.“
Zwar sei die Beweglichkeit noch nicht wieder auf dem Niveau der anderen Seite, Angst vor Zweikämpfen habe er aber nicht. Auch längere Einsätze traut sich der frühere Nürnberger bereits zu. Nach der monatelangen Unterbrechung soll die Belastung nun schrittweise gesteigert werden.
Zuschauen in der Krise
Während seiner Verletzungspause musste Castrop mitansehen, wie die Borussia ans Tabellenende abrutschte. Auch nach dem Punkt gegen Paderborn stehen die Gladbacher auf dem letzten Platz.
„Es ist momentan eine brutal eklige Phase“, beschrieb Castrop die Situation. Zuletzt habe er allerdings wieder eine deutlich veränderte Mannschaft wahrgenommen. Beim Versuch, die sportliche Wende zu schaffen, kann er nun selbst wieder mithelfen.
Ob Zoma ähnlich schnell wie Castrop zurückkehren kann, bleibt offen. Der FCN hatte bereits mitgeteilt, dass der Angreifer mindestens bis zur Winterpause fehlen wird.


