FCN mit langer Derbyserie
Erst vor wenigen Wochen unterstrich der 1. FC Nürnberg seine Vormachtstellung im fränkischen Fußball, indem man am 2. Spieltag der 2. Bundesliga mit 4:2 bei der SpVgg Greuther Fürth gewann. Es war die Fortsetzung einer beeindruckenden Serie: Denn damit war der FCN zum 13. Mal in einem Frankenderby von den Profis über U23 und U19 bis zur U17 gegen den Rivalen ungeschlagen. Die letzte Niederlage datierte vom 6. Oktober 2024, als das Aufeinandertreffen der beiden U23-Mannschaften verloren ging – bis zum Freitagabend.
Erste Niederlage nach 13 Spielen
Denn an diesem Tag endete die 719 Tage anhaltende Serie. Erneut war es die U23, die am 11. Spieltag der Regionalliga Bayern das Nachsehen hatte. Nach einer frühen Führung durch Moritz Wiezorrek nach zwei Minuten gab die Mannschaft von Trainer Andreas Wolf das Spiel aus der Hand.
Durch Gegentore in der 24. und 69. Minute verlor der kleine Club im Fürther Ronhof vor fast 900 Zuschauern mit 1:2. Während man mehrfach beste Chancen auf einen zweiten Treffer liegen ließ – schon nach fünf Minuten hätte es 2:0 stehen können –, präsentierte man sich gegen den Ball zu nachlässig.
Mangelnde Chancenverwertung
„Es ist extrem bitter für uns. Ich denke, die erste Halbzeit hatten wir im Griff, aber zu viele Chancen nicht genutzt. Wie es im Fußball ist, kassieren wir dann die Tore. Am Ende hatten wir auch noch viele Chancen“, analysierte Torschütze Wiezorrek nach der Partie am BR-Mikrofon und sah vor allem die Chancenverwertung als Grund für die Niederlage.
Auf Seiten der Nürnberger spielten mit Robin Lisewski, Kristian Mandic und Winners Osawe drei Profis. Auch der vor wenigen Wochen im großen Derby debütierende Marc Korwachs stand in der Startelf – ebenso wie Tobias Heß, der in dieser Saison schon dreimal für die Klose-Elf zum Einsatz kam.
Rudelbildung nach Abpfiff
Nach Abpfiff der Begegnung kam es dann noch zu einer Rudelbildung beider Mannschaften auf dem Platz. Als mutmaßlichen Grund dafür nannte der BR24-Kommentator den Fürther Siegesjubel in unmittelbarer Nähe des Gästeblocks.
„Das Derby ist das größte Spiel in der Saison. Das will man als Clubspieler unbedingt gewinnen. Natürlich ist die Enttäuschung jetzt umso größer“, konnte Wiezorrek die Aufregung, die sich nach kurzer Zeit wieder legte, offenbar grundsätzlich nachvollziehen.
Auswärtsschwäche
Für die U23 des 1. FC Nürnberg bedeutet die Niederlage, dass man mit zehn Punkten nach zehn Spielen im unteren Mittelfeld als Tabellenvierzehnter stecken bleibt, während die Fürther nun nach Punkten gleichziehen konnten.
In der nächsten Woche hat man dann zu Hause am Valznerweiher die Chance, gegen die Zweitvertretung des FC Augsburg wieder drei Punkte einzufahren. In der Fremde gelang dies bei fünf Versuchen und nur einem Remis noch nicht.


